Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Landwirtschaft

Im Einsatz für Bayern: Bio-Hof

24. August 2018 in Unterwegs | Keine Kommentare

Am Ortsrand von Landsberied führt Johann Märkl eine biologische Landwirtschaft im Einklang mit der Natur und dem Wohl der Tiere. Er kümmert sich um 15 Milchkühe, 50 Rinder, um Pferde, Schafe und Hühner – ach ja, und um 28 Hektar Fläche mit Kartoffeln, Weizen, Dinkel und Klee. Nur den Hof angucken macht aber noch keinen „Einsatz für Bayern“, deswegen packte ich selbst mit an: Auf der selbstkonstruierten Kartoffel-Sortiermaschine half ich hochkonzentriert beim Steineaussortieren.

Natürlich waren vor allem die Auswirkungen der Dürreperiode ein wichtiges Thema des Gesprächs. Zwar traf es den Märklhof nicht ganz so schlimm wie viele andere, aber auch hier gab es weniger Niederschlag als üblich, so dass das Futter für das Vieh knapp wird. Johann Märkl muss nun schon Winterfutter zufüttern, das glücklicherweise noch vom letzten Jahr übrig ist. Während des gesamten Besuchs diskutierten der Landwirt und ich miteinander, doch richtig zur Sache ging es bei Zwetschgendatschi und Kaffee am Teich.

Johann Märkl sieht sich selbst als Unternehmer, was für ihn aber nicht bedeutet, dass er die neoliberale Wirtschaftslogik befolgen muss. Mit dieser Einstellung bekam er in der Vergangenheit leider nicht immer Rückenwind, vor allem nicht von der Politik. Johann Märkls Arbeit prägt Bayern und die bayerische Politik prägt seine Arbeit. An deren Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten hat der Landwirt einiges auszusetzen. Er klagt über die neue Düngereform, den Preisdruck und den „Tourismus der Landwirte“, wie er es nennt. Darunter versteht er die viele Zeit, die Landwirte mit ihren schweren Maschinen auf der Straße verbringen müssen, weil die Felder zu weit entfernt liegen. „Ein Irrsinn“, meinte Johann Märkl.

Eindrücke von meinem Einsatz auf dem Bauernhof

Gegen so manche falsche Politik hat der Landwirt sich aber gewappnet, zum Beispiel gegen die Abhängigkeit vom Großhandel: Wenn die Großhändler das Kilo Kartoffeln nicht für 50 Cent kaufen, „dann brauch ich die 20 Cent, die sie mir geben würden, auch nicht.“ Dann behält er seine Kartoffeln eben und verwertet sie selbst für seine Tiere.

So selbstbewusst, wie er der Wirtschaft entgegentritt, führte er mich auch über seinen Hof. Johann Märkl ist stolz auf das, was er sich selbst aufgebaut hat und konnte von sich behaupten, dass er seine Arbeit liebt. Damit das so bleibt, wollen wir Grünen uns weiterhin für die ökologische und kleinbäuerliche Landwirtschaft einsetzen. Wie? Zum Beispiel mit einer Reform der Agrarförderung, durch die landwirtschaftliche Betriebe unterstützt werden, die Landschaftspflege im Sinne des öffentlichen Auftrages umsetzen – so wie der Märklhof.

Einsatz für Bayern: das steckt dahinter

Ludwig Hartmann und ich sind das grüne Spitzenduo für die Landtagswahl in Bayern. Politik ist unser Job, der Kontakt zu den Menschen unsere Leidenschaft. Einmal die Woche krempeln wir für zwei Stunden die Ärmel hoch und sind im „Einsatz für Bayern“.

Ob morgens um 6.00 Uhr in der Backstube, beim Tapen in der Physiotherapie-Praxis, in der Kitabei der Bildungsarbeit für Europa, in der Gastronomie, in der Schreinerei oder mit auf Nachtschicht bei der Polizei – Bayern hat so viele unterschiedliche Berufe zu bieten. Manche gibt es vielleicht bald nicht mehr, einige sind unterbezahlt, andere suchen qualifizierte Nachwuchskräfte. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind wichtig für unser Leben in Bayern. Es wird Zeit, dass die Politikerinnen und Politiker aufhören, immer nur über die Köpfe der Menschen hinweg am echten Leben vorbei zu reden. Ärmel hoch, mitarbeiten, zuhören, handeln. Das grüne Spitzenduo legt los.

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