Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Anfrage zum Plenum

Wie steht die CSU-Regierung zu Schwimmfähigkeit?

24. November 2016 in Anträge und Anfragen, Innenpolitik | Keine Kommentare

Schwimmen zu können ist wichtig. Lebensrettend. Viele Menschen in Bayern können nicht vernünftig schwimmen, überall im Land schließen die Schwimmbäder, weil den Kommunen das Geld dafür fehlt. Die Staatsregierung geht mit diesem Thema viel zu locker um, wie meine Anfrage (pdf) zeigt.

Kultusministerkonferenz: Laissez-faire

Die CSU-Regierung hat mich schon öfters wissen lassen, dass sie fürs Schwimmen-Können keine Definition hat. In der Sportwissenschaft gibt es dazu natürlich Konzepte, auch die Schwimmverbände nehmen dazu konkret Stellung. In der Kultusministerkonferenz, die neue Regelungen für den Schulunterricht erarbeitet, vertritt die CSU jedoch die Ansicht, dass es keine einheitliche Definition gibt. Basta.

Im Schulunterricht gibt es Anforderungen für die (Jugend-)Schwimmzeichen, aber nicht mal im Schwimmunterricht muss ein bestimmtes Abzeichen als Klassenziel erreicht werden. Laut CSU-Minister Spaenle „kann nicht (…) erwartet werden“, dass alle zehnjährigen Schulkinder am Ende der Grundschule das Schwimmabzeichen in Bronze bekommen. Ich finde schon.

Ertrinken ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern. Mit Erhalt des Jugendschwimmabzeichens in Bronze (Freischwimmer) gelten Kinder und Jugendliche als sichere Schwimmer – dies muss das verbindliche Ziel des Schulschwimmens sein.


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