Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Grüne Herbstklausur

Erhalten, was uns erhält: Wald der Zukunft

24. September 2021 in Anträge und Anfragen, Unterwegs | Keine Kommentare

Unser Wald ist eines der größten Opfer der Klimakrise. Extremwetterereignisse bedrohen unsere Wirtschafts-, Natur- und Schutzwälder. Hitze- und Trockenperioden verbunden mit geringen Niederschlagsmengen schwächen die Wälder und machen sie anfällig für Schadinsekten. Die bayerischen Wälder kämpfen heute mehr denn je mit den Folgen einer falschen Klimapolitik der vergangenen Jahrzehnte. Auf unserer grünen Herbstklausur haben wir Grüne deshalb ein Konzeptpapier für einen Wald der Zukunft (PDF) verabschiedet.

Wald als Klimaschützer

Der Wald ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen die Klimakrise und den Verlust der Artenvielfalt. – Katharina Schulze

Neben Meeren, Mooren und Grasland zählt er zu den größten Kohlenstoffspeichern der Erde.

Gesund und intakt sind unsere Wälder Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, schützen unser Wasser und unseren Boden. Wälder liefern uns den nachhaltigen Rohstoff Holz, sie sind Arbeitsplatz für viele und Erholungsort für fast alle von uns.

Bei der Pressekonferenz zum Ortstermin am Steigerwald mit unserer Pressesprecherin Lena Motzer, Dr. Günther Denzler, ehem. Landrat Bamberg und ehem. Präsident Bezirkstag Oberfranken, meiner Kollegin Gisela Sengl und Dr. Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bundestag.

Wälder gegen die Klimakrise wappnen

Deshalb stehen wir als Gesellschaft, insbesondere aber Waldbesitzer*innen, Förster*innen und Jäger*innen, vor einer Aufgabe, die uns einiges abverlangt: Die Wälder in Bayern zügig zu Mischwäldern umzubauen, gesund, struktur- und artenreich, damit sie der Klimaerwärmung möglichst gut standhalten.

Wir können und müssen dafür sorgen, dass unsere Wälder von Leidtragenden der Klimakrise zu starken Verbündeten gegen die Klimakrise werden. – Katharina Schulze

Unterstützung für Privatwaldbesitzer*innen

Für Privatwaldbesitzer*innen sind dies besonders herausfordernde Zeiten, gerade auch aus wirtschaftlicher Sicht. Sie brauchen unsere Unterstützung. Wir wollen diese passgenau leisten und betrachten deshalb die verschiedenen Regionen und die verschiedenen Waldbesitzarten in Bayern differenziert.

Dabei müssen wir das Gleichgewicht finden zwischen einer vielfältigen Biotop- und Totholzanreicherung und dem wirtschaftlichen Aspekt der Holznutzung. Nur wenn wir diese Balance finden, erreichen wir langfristig ökologische und ökonomische Stabilität.

Unsere Wälder erhalten, umbauen und nachhaltig nutzen, das steht für uns an erster Stelle. – Katharina Schulze

Grüne Forderungen zum Waldschutz

Wir Grüne stehen beim Waldschutz für folgende Maßnahmen:

  • Ökologische Waldbewirtschaftung auf ganzer Fläche
  • Die Priorisierung von Waldschutz, Walderhalt und Waldumbau
  • Den öffentlichen Wald als Vorbild und Vorreiter
  • Die Stärkung der Privatwaldbesitzer*innen
  • Gesunde Waldböden – Waldschutz ist Wasserschutz
  • Zeitgemäßes Wildtiermanagement statt traditioneller Jagdorganisation
  • Mehr Holzbau – für Klimaschutz und regionale Wertschöpfung
  • Mehr Personal – Unser Wald braucht seine Förster*innen
  • Mehr Forschung für den Wald der Zukunft

Gemeinsame Erklärung: Staatswald zum Bürgerwald machen

Zusammen mit dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. haben wir außerdem eine gemeinsame Erklärung (PDF) verfasst: Wir wollen den Staatswald zu einem Bürgerwald und damit zu einem Wald für uns alle machen.

Konkret fordern wir, dass kein Verkauf von Staatswald mehr für Gewerbegebiete erfolgen darf. Außerdem soll der Staatswald zukünftig nach den Prinzipien einer naturgemäßen und ökologischen Waldwirtschaft bewirtschaftet werden. Wir müssen weg von Profitinteresse und hin zu mehr Gemeinwohl.

Gemeinsam mit dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. fordern wir die Söder-Regierung auf, den Staatswald zu einem Bürgerwald zu machen! – Katharina Schulze

Wir fordern die Söder-Regierung zudem auf, mehr Fachpersonal für einen klimafesten Waldumbau einzustellen und Volksvertreter*innen im Aufsichtsrat über den Bürgerwald mitentscheiden zu lassen.

Darüber hinaus ist der Freistaat Bayern dafür verantwortlich, endlich den Steigerwald als dritten Nationalpark Bayerns im Staatswald einzurichten. Diese Forderung haben wir bei einem Besuch vor Ort nochmal unterstrichen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Konzeptpapier (PDF) für einen Wald der Zukunft oder der gemeinsamen Erklärung (PDF) mit dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. „Staatswald zu Bürgerwald machen!“.


Auf der grünen Herbstklausur unter dem Motto „Unser Wald, unser Wasser, unser Leben“ in Fürth vom 22. bis 24. September 2021 haben wir außerdem ein Konzeptpapier zum Moorschutz sowie ein Konzeptpapier zum Grundwasserschutz verabschiedet.

Weitere Informationen und Pressebilder zur Klausur finden Sie hier.

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