Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Grüne Herbstklausur

Erhalten, was uns erhält: Unser Wasser

23. September 2021 in Anträge und Anfragen, Unterwegs | Keine Kommentare

Der Schutz unseres Grundwassers in Bayern wurde in den vergangenen Jahrzehnten verschlafen, wie die flächendeckende Bestandsaufnahme im Rahmen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie deutlich macht. Die Hauptprobleme sind die vielerorts mangelnde Grundwasserqualität und die flächendeckend abnehmende Grundwassermenge. Auf der grünen Herbstklausur in Fürth unter dem Motto „Unser Wald, unser Wasser, unser Leben“ haben wir deshalb ein grünes Konzeptpapier (PDF) für den Schutz der Lebensgrundlage Wasser beschlossen.

Grundwasser ist Lebensgrundlage

Grundwasser ist ein elementarer Bestandteil unserer Lebensgrundlagen. – Katharina Schulze

In Bayern wird unser Trinkwasser fast ausschließlich aus Grundwasser gewonnen.

Neben den bestehenden Problemen der Grundwasserqualität durch die gleichbleibenden oder nur unzureichend abnehmenden Belastungen mit Nitrat, Pestiziden und anderen Stoffen führen die intensive Nutzung des Grundwassers und vermehrt Hitzeperioden als Folge des Klimawandels immer mehr zu einem Mengenproblem.

Fehlende oder zu kleine Wasserschutzgebiete verschärfen das Problem.

Gleichzeitig fehlen als Basis für alle notwendigen Maßnahmen eine belastbare flächendeckende Erfassung aller Grundwasserdaten ebenso wie flächendeckende Grundwassermodelle.

Wir müssen unser Wasser schützen

Unser Grundwasser und damit unser Trinkwasser, das in Bayern zu 92 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird, geraten in vielen Regionen ernsthaft in Gefahr. – Katharina Schulze

Bei der Auftaktpressekonferenz mit meinen MdL-Kolleg*innen Barbara Fuchs, Ludwig Hartmann und unserer Pressesprecherin Lena Motzer.

Ohne sauberes Trinkwasser würde unser Alltagsleben stillstehen: Kein Kaffee am Morgen und kein Duschen.

Als unsere wertvollste Ressource müssen wir es von Verunreinigungen durch Chemikalien, Medikamenten oder Düngemitteln freihalten.

Europäische Wasserrahmenrichtlinie umsetzen

Wir müssen die Europäische Wasserrahmenrichtlinie endlich in Bayern umsetzen und unser Grund- und damit Trinkwasser umfassend schützen.

„Wir wollen unser Grundwasser schützen, um Mensch, Landwirtschaft und Natur dauerhaft eine Existenzgrundlage zu bieten.“ – Katharina Schulze

Die Kosten für Wasseraufbereitung müssen wir alle tragen – nicht nur die Verbraucher*innen über die kommunalen Wasserbetriebe.  Wasserknappheit darf in Bayern nicht zur Realität werden

Grüner Zehn-Punkte-Plan zum Grundwasserschutz

In unserem Konzeptpapier haben wir einen Zehn-Punkte-Plan zum Wasserschutz entwickelt:

  •  Einrichtung flächendeckendes Grundwasser-Überwachungsnetz sowie Erstellung von Grundwassermodellen
  •  Stopp Flächenverbrauch und Bodenversiegelung, Schaffung von Schwammlandschaften
  •  Reduzierung Nitrat- und Pestizideintrag sowie anderer wassergefährdender Stoffe
  •  Stärkere Unterstützung Ökolandbau
  •  Einführung umfassendes Wassermanagement, um Grundwassermenge und -qualität zu erhalten und zu verbessern
  •  Etablierung und Förderung wassersparender Techniken in allen Bereichen der Grund- und Trinkwassernutzung
  •  Fachgerechte Ausweisung Wasserschutzgebiete (inkl. gesamte Einzugsgebiete) bis 2030 auf mindestens 12 Prozent Landesfläche
  •  Einführung Wasserentnahmeentgelt zur Finanzierung von Maßnahmen des Wasserschutzes
  •  Bündelung aller Überwachungs- und Anordnungskompetenzen zum Gewässerschutz bei Wasserwirtschaftsämtern als auch beim Landesamt für Umwelt sowie Schaffung ausreichender Personalressourcen
  •  Ergreifung aller geeigneten Maßnahmen, um Ziele der europäischen Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 zu erreichen

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem grünes Konzeptpapier (PDF) für den Schutz der Lebensgrundlage Wasser.


Auf der grünen Herbstklausur unter dem Motto „Unser Wald, unser Wasser, unser Leben“ in Fürth vom 22. bis 24. September 2021 haben wir außerdem ein Konzeptpapier zum Moorschutz sowie ein Konzeptpapier für einen Wald der Zukunft verabschiedet.

Weitere Informationen und Pressebilder zur Klausur finden Sie hier.

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