Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

USA

Viel gelernt: Eine Woche voller Klima-, Innen- und Genderpolitik

1. Oktober 2019 in Unterwegs | Keine Kommentare

Ich wurde in die USA eingeladen, um als Vertreterin grüner Politik an der University of Pittsburgh über Geschlechtergerechtigkeit, Klimawandel und Nachhaltige Entwicklung zu sprechen. Außerdem konnte ich den UN Climate Summit in New York besuchen. Dort tauschte ich mich in vielfältigen Gesprächen über konsequenten Klimaschutz, die Einhaltung der UN Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, „SDGs“) und weitere Themen aus. In Washington standen Gespräche über politische Bildung, Innenpolitik und Geschlechtergerechtigkeit auf meinem Programm.

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele („SDGs“) dargestellt vor dem UN Hauptgebäude.

Gerade in der heutigen Zeit, in der immer mehr Staatschef*innen kein Interesse an einer globalen Zusammenarbeit haben, ist es um so wichtiger, sich auszutauschen und zu vernetzen. Denn es gibt überall auf der Welt Akteur*innen, die für eine gute Zukunft kämpfen. Da muss man sich verbinden, Informationen weitergeben und gemeinsame Allianzen bilden. Auch und gerade, wenn die eigenen Staatschef*innen bestimmte Themen eben nicht zur Chef*innensache machen.

Als überzeugte Transatlantikerin ist mir die deutsch-amerikanische Freundschaft und Zusammenarbeit sehr wichtig.

Ich habe selbst in den USA studiert und bei Barack Obama im Jahr 2008 Wahlkampf gemacht. Knapp ein Jahr vor der nächsten Präsidentschaftswahl war es also sehr spannend, wieder in die USA zu reisen. Ich habe sowohl Vertreter*innen der Zivilgesellschaft getroffen, mich mit Verbänden,  NGOs und Wissenschaftler*innen ausgetauscht, sowie mit politische Akteur*innen diskutiert.

Mein Aufenthalt war sehr vollgepackt und ich habe für Sie hier das Wichtigste zusammengefasst:

Was habe ich also mitgenommen aus den USA? Sehr, sehr viel. Ich bin müde, aber mit ganz vielen Ideen für meine Arbeit im Parlament und in der grünen Partei im Gepäck zurückgekommen.

Was mich besonders beeindruckt hat? Es gibt überall auf dieser Welt so viele tolle Menschen, die an den selben Themen für eine bessere Zukunft für alle arbeiten.

Das gibt mir Mut, das gibt Hoffnung! Miteinander reden, voneinander lernen ist dabei essentiell. Die großen Herausforderungen unserer Zeit, angefangen davon, die Klimakrise zu bekämpfen, bis zur Stärkung der Demokratie sind globale Themen, die alle miteinander verbunden sind. Wir müssen also stärker intersektional denken und handeln. Wenn wir immer nur in unseren engen Horizont feststecken, vergeben wir uns viel.

Und: Die Chancen, dass die Demokraten gegen Donald Trump nächstes Jahr gewinnen, sind doch besser als ich von Deutschland aus dachte.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Heinrich-Böll-Stiftung Washington und ganz besonders an Nora Löhle, Hannah Winnick und Bastian Hermission für die Unterstützung! Ihr seid wundervoll!

Eine tolle Inspiration: vor dem Büro von Alexandra Ocasio-Cortez.

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