Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Schriftliche Anfrage

Finanzierung der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA

22. Mai 2015 in Aktuelles, Anträge und Anfragen, Sport | Keine Kommentare

Doping ist nicht nur ein Problem im Leistungssport, sondern auch im Amateurbereich. Die Nationale Anti-Doping-Agentur NADA setzt sich präventiv für sauberen Sport und ehrliche Leistung ein und führt Dopingkontrollen durch. Nach meiner Schriftlichen Anfrage (pdf) ist klar, wie viel der Freistaat Bayern an die NADA zahlt und was gegen Doping in Bayern unternommen wird.

Finanzierung der NADA

Seit 2003 gibt es die NADA, staatlich finanziert. Auch die Bundesländer bringen sich hier ein. Wie hoch Bayerns Anteil an dem Budget der NADA ist, war bislang ungeklärt. Meine Anfrage zeigt, dass der Freistaat Bayern bei der Gründung der NADA insgesamt 150.000 € (2003-2004) überwiesen hat. Seit 2003 wird die NADA von bayerischer Seite mit 4.000 € jährlich über den Bayerischen Landessportverband finanziert. Seit 2014 zahlen die Bundesländer jährlich 100.000 € für Kaderathleten, wovon Bayern 15.250 € übernimmt.

NADA und Freistaat Bayern

Wie schätzt die bayerische Regierung die Arbeit der NADA gegen Doping ein? Die Kernaufgabe der NADA ist die (juristische) Beratung von Sportverbänden und SportlerInnen und das unabhängige Sportschiedsgericht, das es seit 2008 gibt. Die NADA arbeitet laut Innenministerium hochprofessionell und effizient. Seit 2009 gibt es in München eine „Schwerpunktstaatsanwaltschaft“, die sich mit Doping beschäftigt und mit der NADA lose zusammenarbeitet.

Kampf gegen Doping in Bayern

Die NADA führt Dopingkontrollen durch. Seit 2010 wurden 22 LeistungssportlerInnen mit Wohnsitz in Bayern des Dopings überführt, außerdem fünf weitere Nicht-Bayern.

Der Kampf gegen Doping kann nicht nur Sache der Nationalen Agentur NADA sein. Die Regierung sieht ihre Aufgabe vor allem in der Prävention und daher ist die Verpflichtung zur Drogenprävention auch Grundlage, um als Sportfachverband staatliche Geld zu erhalten. 2014 hat die SportministerInnenkonferenz der Bundesländer beschlossen, die NADA auch bei der Präventionsarbeit zu unterstützen. Das kostet die Bundesländer zusammen knapp 500.000 € jährlich.

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Doping nicht nur im Spitzensport, sondern auch bei vielen AmateursportlerInnen stattfindet. Hier sieht die bayerische Regierung die Sportverbände in der Pflicht, über Arzneimittelmissbrauch aufzuklären und ÜbungsleiterInnen so fortzubilden, dass sie Doping erkennen und Betroffenen helfen können.


Alle weiteren Details können Sie der Schriftlichen Anfrage (pdf) entnehmen.

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