Katharina Schulze

Grüne Spitzenkandidatin

Sportverein als Vorbild für Nachhaltigkeit

Zu Besuch beim SV 1880 München

9. März 2015 in Aktuelles, Sport, Unterwegs | Keine Kommentare

Ich habe einen echt vorbildlichen Sportverein, den SV 1880 München, besucht. Dabei haben wir unter anderem über das Angebot und die Zukunft des Vereins gesprochen. Besonders hat mich interessiert, welche Hindernisse es von Seiten des Freistaates gibt und welche Probleme dieser Sportverein auf sich zukommen sieht.

SV 1880 München e.V.: Nachhaltiger, als gedacht

Horst Staimer, Jutta Koller, Katharina Schulze, Maria Hemmerlein und Horst Langebröker (v.l.) vor dem SV-Vereinslogo

Horst Staimer, Jutta Koller, Katharina Schulze, Maria Hemmerlein und Horst Langebröker (v.l.) beim SV 1880 München

Der gut 2.000 Mitglieder starke Verein ist ziemlich öko, deutlich wird dies an den neuesten Investitionen: Zum einen installierte der Verein kürzlich eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Hauptgebäude. Der dabei gewonnene Strom wird an die Stadtwerke München verkauft und das Projekt somit refinanziert. Zum anderen wurde eine Solaranlage angeschafft, um warmes Wasser zum Duschen zu erzeugen und Gas zu sparen. In einem ehemaligen Öltank wird heute Regenwasser gespeichert und so die Rasenanlagen des Vereins bewässert.

Durch ein weiteres Projekt will der SV zusätzlich seine Ausgaben senken: Gemeinsam mit anderen Sportvereinen, die auch einen Kunstrasenplatz besitzen, will der SV in einem Verbund einen Sammelauftrag für die Platzreinigung vergeben. Auch sozial ist der SV 1880 ein echter Vorreiter: Ende des Jahres eröffnet unter dem Hauptgebäude ein Sport-Kindergarten. Mit großer Glasfront und ausreichend Bewegungsmöglichkeiten sollen für die Kleinsten optimale Bedingungen geschaffen werden.

Probleme des Sportvereins: Planungsunsicherheit & Investitionshindernisse

Jutta Koller, Horst Staimer, Katharina Schulze und Maria Hemmerlein (v.l.)

Besichtigung der Vereinsanlagen

Die Vereinsführung berichtete uns von den Sorgen und Problemen eines Münchner Sportvereins. So müssen Gelder für Neuanschaffungen Jahre vor der eigentlichen Bauphase beantragt werden. Spielraum für kurzfristige Entscheidungen bleibt da kaum. Wenn man bedenkt, wie schnell sich unsere heutige Gesellschaft wandelt, stellt das ein wahres Problem da.

 

Im Umkehrschluss ist die Planung von Seiten des Staates oft kurzfristig und wenig vorausschauend. Viele Münchner Schulsporthallen sind marode und müssen bald renoviert werden. Allerdings gibt es bis jetzt noch keinen Plan, wie die Ausweichmöglichkeiten gestaltet werden sollen. Die Folge sind überhastete Entscheidungen, die meist nicht optimal sind und unnötige Kosten verursachen. Wir waren uns einig, dass eine langfristige Planung für Vereine und Behörden der vernünftigste Weg ist. Ein Lösungsweg könnten etwa die Sportvereine als Partner der Schulen sein.

Schulsport vs. Vereinssport

Katharina Schulze, Jutta Koller, Horst Staimer, Holger Langebröker und Maria Hemmerlein (v.l.) in der Vereinsgaststätte zur Diskussionsrunde

Diskussion in der Vereinsgaststätte des SV

Jutta Koller, grüne Stadträtin, sprach das Nebeneinander von Vereins- und Schulsport an. Schulsport wird durch staatliche Mittel nicht gefördert. Dies steht nur dem Vereinssport zu. Das führt dazu, dass Schulen und Vereine kaum kooperieren: Schulsporthallen stehen am Nachmittag leer und Vereinssporthallen am Vormittag. Beide Seiten beklagen einen Platzmangel. Die Spaltung der staatlichen Förderung ist hier völlig unnötig und behindert eine optimale Auslastung der Hallen.

Wir Grünen fordern eine höhere Durchlässigkeit und eine Aufhebung des Nebeneinanders von Schulsport und Vereinssport. So könnten Sportstätten der Vereine, die am Vormittag meist leer stehen, für den Schulsport belegt werden und der drohende Platzmangel beim Schulsport verhindert werden.

Zum Weiterlesen

Hier geht es zur Homepage des SV 1880 München e.V.

 

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