Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Sicherheitspolitische Sommertour

Vor Ort in der Polizeiinspektion Aschaffenburg

22. Juli 2016 in Innenpolitik, Unterwegs | 2 Kommentare

Die erste Station meiner Sicherheitspolitischen Sommertour war die Polizeiinspektion Aschaffenburg. Hier erfuhren mein Kollege Thomas Mütze und ich in einem Gespräch mit dem Polizeidirektor Bruno Bozem einiges über die Personalversorgung und Arbeitsbelastung.

Katharina Schulze, MdL, Polizeidirektor Bruno Bozem, Thomas Mütze, MdL

Personalentwicklung bei der Polizeiinspektion Aschaffenburg

2006 wurden die Polizeiinspektionen Aschaffenburg-Land und Aschaffenburg-Stadt zu einer Großdienststelle zusammengelegt. Das bekannte Problem des Personalmangels – Stichwort „Polizei am Limit“ – ist auch dort zu spüren. Im Abgleich zu den ausgewiesenen Sollstellen fehlen bei der PI Aschaffenburg ca. 25 Prozent PolizistInnen.

Gleichwohl leisten die hochmotivierten MitarbeiterInnen für Ihre Bürgerinnen und Bürger einen hohen Sicherheitsstandard, stehen aber auch unter einer enormen Arbeitsbelastung. Die Ursachen der Personalproblematik sind vielfältiger Natur. Neben berechtigen Schwerpunktsetzungen für Spezialdienststellen spielen beispielsweise auch die Abschaffung der 42- Stunden-Woche und gestiegene Urlaubsansprüche eine Rolle. Die Zunahme an Teilzeitverhältnissen führt ebenfalls zu neuen Herausforderungen in der Polizeiorganisation.
Letztendlich gilt es bei der weiteren Personalentwicklung auch die Polizeiinspektionen der Schutzpolizei an der Basis stärker zu berücksichtigen, weil sie es in erster Linie schließlich sind, die den Kontakt zu den Menschen vor Ort und damit die so wichtige Bürgernähe der Polizei gewährleisten.

Auch bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es noch einiges zu tun. 80% des Personals der Dienststelle männlich, aber umgekehrt sind 80% der Teilzeitkräfte weiblich. Ich finde das muss sich ändern!


Weitere Infos über die Polizei am Limit können Sie der Dokumentation zum 1. Grünen Polizeikongress entnehmen. Dort haben wir explizit das Thema Personalsituation und Frauen bei der Polizei diskutiert.

2 Kommentare

  1. Wie ändern? Mehr PolizistInnen in der Fläche, mehr ExpertInnen zum
    Beispiel im Bereich Cybercrime und mehr Tarifbeschäftigte (keine lange
    Ausbildung nötig) für Verwaltungsaufgaben zur Entlastung einstellen. Das
    wären unsere Ideen. Natürlich kostet das eine Menge Geld. Aber das werden
    wir in die Hand nehmen müssen. Herzliche Grüße Katharina Schulze

  2. Lobenswerte Feststellung. Nur wie ändern? Aus Geldmangel wurde der Polieziapparat beschnitten. Kosteneinsparungen führten zu den bekannten Mängeln. Wenn man die fatalen fehler wieder in Ordnung bringen möchte (muss) wird man viel Geld in die Hand nehmen müssen. Und hier beist sich die Katze in den Schwanz.

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