Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Schriftliche Anfrage

Silvesternacht 2019

1. April 2019 in Anträge und Anfragen, Innenpolitik | Keine Kommentare

In der Silvesternacht 2019 mussten Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte in ganz Bayern in einer Vielzahl von Fällen tätig werden. Meine Anfrage (pdf) zeigt, dass es feuerwerksbedingte Sachschäden von fast 1 Million Euro und 7 Verletzte gab. Das bestürzt mich, denn wir dürfe uns keinesfalls an Gewalt gegen diejenigen, die uns helfen, gewöhnen.

Die Einsätze in der Silvesternacht 2019 erfolgen unter schwierigen Bedingungen, da Polizei und Rettungskräfte auf teils erheblich alkoholisierte Personen treffen. Insbesondere das Abbrennen von illegalen Feuerwerkskörpern stellt ein besonderes Gefahrenpotential dar.

Gewalt gegen Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei ist ein ganzjähriges Problem. Die Zahlen aus der Silvesternacht bestürzen besonders. – Katharina Schulze

Ich möchte nicht, dass sich die Gesellschaft daran gewöhnt. Denen, die anderen helfen, müssen wir helfen! Ich fordere die Söder-Regierung auf, endlich ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Schutz von Rettungs- und Polizeikräften aufzulegen. Wir Grüne fordern zielgruppenspezifische Alkohol- und Gewaltprävention und Deeskalations- und Selbstverteidigungstraining sowie flächendeckende Beratungsangebote für Opfer. Außerdem müssen endlich die Zahlen konsequent erfasst werden und das Dunkelfeld aufzuklären.

Und leider rotieren auch die Feinstaubmessuhren in unseren Städten regelmäßig zu Jahresbeginn: Der höchste Feinstaubwert wurde laut Innenministerium in Schweinfurt am Obertor gemessen – zwischen Mitternacht und 1.00 Uhr kletterte er auf 991 Mikrogramm pro Kubikmeter. Im Jahresmittel sind es hier normalerweise 18 Mikrogramm pro Kubikmeter. Auf Schweinfurt folgten Fürth (915 Mikrogramm pro Kubikmeter) und München (855).

Die Diskussionen rund ums Silvesterfeuerwerk haben gezeigt, dass es in der Bevölkerung schon ein Umdenken gibt. Die Menschen sind sensibler geworden, denken mehr an die Gesundheit ihrer Kinder und das Leiden unserer Tiere. Ich würde mich freuen, wenn wir dahin kämen, dass unsere Städte und Gemeinden zentrale Feuerwerke anbieten. Vorbildlich finde ich übrigens auch die frühere private Initiative aus dem Bergsteigerdorf Ramsau, wo fast alle freiwillig aufs Böllern verzichtet und das Geld an Erdbebenopfer in Italien gespendet haben.


Alle weiteren Details können Sie der Schriftliche Anfrage: Silvesternacht 2018 (pdf) entnehmen. In dieser Tabelle (pdf) finden Sie die Brände und Personenschäden aufgeschlüsselt nach Regierungsbezirk.

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