Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Pirat setzt rechtsradikale Gewalt mit „linker“ Gewalt gleich – geht’s noch?!

18. April 2012 in Aktuelles | Keine Kommentare

„Bitte was?!?“ waren meine ersten Gedanken als ich folgendes gelesen habe: http://www.blogspan.net/presse/neues-deutschland-piraten-politiker-nennt-seine-partei-extrem-kulturoffen/mitteilung/290886/

Da sagt doch ein Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei, nämlich Matthias Schrade, in einem Interview: “Wenn jemand aus antifaschistischen Gründen Häuser anzündet oder Steine wirft, dann verurteile ich den genauso wie jemanden, der das gegen Ausländer macht.” Hallo, geht’s noch?! Er schlägt da für mich in die selbe Kerbe wie viele CSU/CDUlerInnen und setzt Links- und Rechtsextremismus gleich. Eine Gleichsetzung ist jedoch absoluter Blödsinn.

Die Ideologie noch die reale Bedrohungslage ist keinster Weise vergleichbar! Eine viel größerer Gefahr geht von rechtsextremen Taten aus. Ein Blick in die Statistik zeigt es: Seit 1990 bis 2011 gibt es, laut „Mut gegen rechte Gewalt“ 182 Todesopfer durch rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Kein einziges Todesopfer wurde hingegen der „linken“ Gewalt“ zugeordnet.

Durch eine Gleichsetzung wird unterstellt, dass Links- und Rechtsextremismus zwei sich ähnelnde Bewegungen sind mit den selben Zielen: Menschenrechte abzuschaffen und Demokratie aufheben, dazu gesellt sich Rassismus, Homophobie, etc. Das gehört alles nicht zur linke Grundidee, sondern ist gerade das Gegenstück!

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