Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Grünes Positionspapier

Perspektiven für Bayerns Kinder

1. Februar 2021 in Anträge und Anfragen, Im Parlament | 1 Kommentar

Von allen Seiten wird momentan die Bedeutung von KiTas und Schulen für Kinder und Jugendliche betont. Trotzdem arbeiten diese Einrichtungen seit Mitte Dezember 2020 im Notbetrieb, ohne eine klare Perspektive für die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebes. Die Auswirkungen, vor allem für die Kleinsten und Kinder aus belasteten Familien, sind erheblich. Wir Grüne haben ein Positionspapier (PDF) erarbeitet, um für Bayerns Kinder für die Zeit von Fasching bis Ostern endlich eine klare Perspektive zu schaffen.

Wir Landtags-Grüne sind uns völlig einig, dass Kinder bei etwaigen Lockerungen an allererster Stelle stehen müssen. – Katharina Schulze

Es braucht Planungssicherheit und eine klare Perspektive für Kinder, Eltern sowie für das Personal in Kitas und Grundschulen. Diese Perspektiven für Bayerns Kinder von Fasching bis Ostern zeigt unser Positionspapier auf.

KiTas

KiTas in einem Landkreis unter Inzidenzwert 100 sollen ab 15.2.21 wieder in den Regelunterricht übergehen – in der kleinstmöglichen und immer aus den gleichen Kindern zusammengesetzten Gruppe.

Regelmäßige Corona-Tests zum Schutz der Fachkräfte müssen endlich kostenfrei und in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen. Wer sein Kind zuhause betreuen möchte, soll die Gebühren anteilig erstattet bekommen.

Zudem setzen wir uns dafür ein, die Kontaktbeschränkungen dahingehend zu ändern, dass beim Treffen von Personen zweier verschiedener Haushalte Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, nicht dazugezählt werden.

Grundschulen

Grundschulen in einem Landkreis unter Inzidenzwert 100 sollen ab 22.2. wieder in den Wechselunterricht übergehen – die Faschingsferien bleiben erhalten, um die bisherigen Belastungen kurz abschütteln zu können.

Hierfür braucht es eine geeignete Teststrategie mit regelmäßigen Pooltestungen, Antigen-Schnelltests und einem ausreichenden Kontingent an FFP2-Masken für Lehrpersonal und Einwegmasten für Schulkindern ohne Masken.

Förderschulen

Förderschulen in einem Landkreis unter Inzidenzwert 100 sollen ab 22.2. wieder in den Präsenzunterricht übergehen – aufgrund der geringen Klassengrößen, im Durchschnitt 10,6 Schülerinnen und Schüler pro Klasse, halten wir Grüne das für verantwortbar.

Viele Kinder, die mit wenig familiärer Unterstützung auskommen müssen, haben inzwischen enorme Lernlücken. Ihnen muss unsere Aufmerksamkeit gelten, wir müssen sie gezielt unterstützen. – Katharina Schulze

Dazu zählen auch freiwillige Lernangebote, online und in Präsenz, für die Sommerferien.

Kinder haben Vorrang bei Lockerungen

Für uns Grüne ist klar: Wenn mit dem Sinken der Infektionszahlen Lockerungen möglich sind, dann haben unsere Kinder ganz klar Vorrang!

Erwachsene und Firmen können und müssen mehr schultern, als unsere Kleinsten. – Katharina Schulze

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Positionspapier (PDF).

1 Kommentar

  1. Liebe Katharina Schulze, ich habe eine Anregung zum Thema Schule.
    Ich wende mich an Sie, weil ich es sehr beeindruckend finde, wie Sie immer und immer wieder Missstände nicht nur benennen, sondern auch konstruktive Verbesserungsvorschläge damit verbinden und hoffe, dass meine Nachricht Sie erreicht.
    Ich bin davon überzeugt, dass vom Vorschulkind in der Kita bis zum Studenten und Lehrling ALLE Defizite im 2. Halbjahr 2019/2020 und im 1. Halbjahr 2020/2021 hatten und im 2. Halbjahr 2020/2021 haben werden. Es liegt eine wahnsinnige Belastung mit dem damit verbundenen Druck auf allen. Jeder lernt das, was gelehrt bekommt auch für später, weil es auf einander aufbaut…oder beim Abschluss verlangt wird, denn in zwei, drei, vier,… Jahren sind die Prüfungsfragen sicher nicht dem damaligen Corona Jahr(en)angepasst (sind sie ja jetzt auch nicht). Aktuell soll auf Probe versetzt werden (und die Lücken werden größer) oder wer will kann freiwillig ohne Nachteile wiederholen (doch welches Kind verlässt freiwillig alleine die Klassengemeinschaft?)
    Und hier meine Frage: Warum nimmt man aus dieser eh schon sehr schwierigen Zeit nicht den Druck und macht aus dem Schuljahr 2020/2021 das Schuljahr 2020/2022 -> sprich: jetzt machen, was geht und im September wieder bei null anfangen. Wer unbedingt versetzt oder eingeschult werden möchte, sollte dies dürfen, aber alle anderen fangen noch mal am Anfang der jeweiligen Klasse an. Es ist so eine extreme Zeit, die extreme Entscheidungen notwendig macht, warum dann nicht ein Schuljahr auf zwei Jahre verlängern?
    Vielen Grüße und vielen Dank für Ihre tolle Arbeit leider nur in der Opposition ;-)
    Monika Geisler, Mutter einer bis 2020 guten Schülerin der 8. Klasse, Realschule

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