Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag

One Billion Rising

Ende der Gewalt gegen Frauen

14. Februar 2015 in Aktuelles, Unterwegs |

Hinter den Kulissen beim Videodreh der Grünen Landtagsfraktion

Hinter den Kulissen beim Videodreh der Grünen Landtagsfraktion

One Billion Rising ist ein Aktionstag für ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Eine Milliarde Menschen stehen sprichwörtlich gemeinsam gegen Unrecht auf und setzen ein Zeichen der Solidarität. Die Grüne Landtagsfraktion hat sich mit einem Video an dieser Aktion beteiligt.

One Billion Rising

Eine Milliarde Menschen tanzen am 14.02.2015 gemeinsam und fordern weltweit das Ende aller Gewalt gegen Frauen. One Billion Rising ist ein globaler Streik, ein Akt der Solidarität, eine Demonstration von Geschlossenheit – gegen Gewalt gegen Frauen und eine Verweigerung, Gewalt gegen Mädchen und Frauen als gegeben hinnehmen zu müssen.

Die Grüne Fraktion steht auf

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„Ich stehe auf, weil Schweigen keine Zustimmung ist. Nur ein ‚Ja‘ ist ein ‚Ja‘.“

Alle weiblichen grünen Landtagsabgeordnete unterstützen One Billion Rising

Alle weiblichen grünen Landtagsabgeordneten unterstützen One Billion Rising

Das habe ich im Video gesagt, um One Billion Rising zu unterstützen. Warum? Weil die Frage nach „Ja“ oder „Nein“ im Zusammenhang mit Vergewaltigung juristisch hochumstritten ist.

Ist es bereits eine Vergewaltigung, wenn das Opfer „Nein“ sagt, aber dann den Sex über sich ergehen lässt – warum auch immer: weil es unter Schock steht, sich körperlich unterlegen fühlt oder bereits früher vom Täter Gewalt erfahren hat? Der Deutsche Juristinnen-Bund fordert daher: Sex soll es nur einvernehmlich geben, jedes „Nein“ in Zukunft ein Stoppschild sein – wer es ignoriert, wird bestraft. Ganz gleich, ob er dabei Zwang, Gewalt oder Drohung anwendet oder nicht. Das ist in vielen europäischen Ländern bereits Gesetz.

Nur weil eine Frau „Nein“ sagt, ist das natürlich noch keine Vergewaltigung. Nun mag es tatsächlich Situationen geben, in denen ein halbes „Nein“ Teil des erotischen Spiels ist, Ausdruck eines unernsten Zögerns und Sich-Entziehens. Wo da genau die Grenze zu ziehen ist, und zwar nicht nur intuitiv, sondern derart scharf, dass davon Gefängnisstrafe oder Freispruch abhängen, das ist nicht einfach zu sagen.

Momentan wird die Grauzone zwischen „Ja“ und „Nein“ immer als „Ja“ gedeutet. Solange kein ausdrückliches „Nein“ fiel, wurde ein stillschweigendes Einverständnis unterstellt. Deshalb habe ich im Video dafür plädiert, dass nur ein „Ja“ ein „Ja“ bedeutet – in Kalifornien ist das seit Sommer 2014 Gesetz.

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