Katharina Schulze

Grüne Spitzenkandidatin

Pressemitteilung

Nein zu Olympia2022 in München

10. Juni 2013 in Aktuelles, Sport, Unterwegs | Keine Kommentare

Das Thema Bewerbung um die Olympischen Winterspiele geht in die nächste Runde. Damals noch Grüne Jugend München Vorsitzende habe ich mich intensiv mit der Bewerbung 2018 auseinandergesetzt – jetzt wird diskutiert ob München sich für 2022 bewerben sollte. Wir Grüne haben da eine klare Haltung: Nein zu olympischen Winterspielen in München. Gut, dass es unser Bündnis NOlmypia immer noch gibt, es liegt wieder Arbeit vor uns. Hier unsere akutelle Pressemitteilung dazu:
Pressemitteilung
München, 5.6.2013
Grüne lehnen die Bewerbung Münchens für Olympische Winterspiele 2022 ab

In der Vollversammlung des Stadtrats am 5.6.2013 ist die Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele 2022 Thema. Die Münchner Grünen lehnen eine erneute Bewerbung ab, sprechen sich jedoch für die Befragung der BürgerInnen in dieser Sache aus.

Dazu erklärt Katharina Schulze, Vorsitzende der Münchner Grünen: „Angesichts des Klimawandels sind Olympische Winterspiele in den niedrig gelegenen Austragungsorten inmitten der hochsensiblen Alpenregion ein Zeichen gegen die Zeit. Auch sind die unkalkulierbaren finanziellen Risiken für die SteuerzahlerInnen nicht verantwortbar: Grundsätzlich waren die Gesamtkosten der Spiele immer viel höher, als das Budget vorsah. Die Erfahrungen zeigen also, dass die Kommunen auf den Schulden sitzen bleiben, während das intransparente IOC die Gewinne einstreicht.“

Anna Hanusch, Beisitzerin der Münchner Grünen, ergänzt: „Denn laut den Verträgen mit dem IOC können bis zuletzt noch massive Änderungen am Konzept verlangt werden, und die Sicherheitsauflagen sind nahezu unkalkulierbar, bestes Beispiel ist Vancouver. Das sollte sich eine Kommune schon gut überlegen. Außerdem fragt man sich, welchen Imagegewinn München noch braucht, wenn gerade diskutiert wird, wie die Stadt den Bevölkerungszuwachs der nächsten Jahre bewältigen kann.“

Für die Münchner Grünen ist es selbstverständlich, dass die Bürgerinnen und Bürger der Landeshauptstadt München in den Entscheidungsprozess durch einen Ratsentscheid eingebunden werden müssen. Dazu müssen jedoch alle Fakten auf den Tisch, damit die Münchner Bevölkerung eine seriöse Grundlage für ihre Entscheidung hat.

„Dass Olympische Spiele für eine Kommune ein finanzielles Harakiri sind, hat schon die Bewerbung 2018 gezeigt: Erst hieß es, die Bewerbung koste 30 Millionen Euro und werde von privaten Sponsoren gezahlt. Am Ende waren es dann 33 Millionen Euro, die privaten Sponsoren waren zum Großteil städtische Unternehmen (wie z.B. die Stadtwerke), und die Stadt München musste mit einer Finanzspritze zu Hilfe eilen. Das ist keine seriöse Kalkulation! In Zeiten knapper Kassen sollte die Stadt ihr Geld nicht in ein zweiwöchiges Megaevent pumpen, sondern lieber in sinnvolle Dinge investieren. Das sieht auch die Münchner Bevölkerung so: Von einer „großen Olympiabegeisterung“ ist nichts zu spüren – die mangelnde Unterstützung für das Bürgerbegehren „München pro 2022″ spricht Bände.“, so Katharina Schulze weiter.

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