Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Diskussion beim Münchner Klimaherbst

Klimakrise: „Ihr verhandelt schon mein ganzes Leben lang“

27. Oktober 2015 in Aktuelles, Unterwegs | Keine Kommentare

Wir haben keinen Planet B.

Wir haben keinen Planet B.

Der Klimawandel ist weltweit zu spüren, diese Erkenntnis gehört schon fast zur Allgemeinbildung. Drei Generationen haben in der Münchner orange bar über die Klimakrise und die bevorstehende 21. UN-Klimakonferenz in Paris geredet. Ich habe betont, dass es Aufgabe der Politik ist, ein klima-freundliches Leben für alle BürgerInnen zu ermöglichen. Wenn wir die Klimakrise stoppen wollen, müssen wir bei uns beginnen.

Ihr verhandelt schon mein Leben lang über das Klima

Klimaschutz ist nicht das Thema allein meiner Generation. Klimaschutz war bereits Thema, als die Generation meiner Eltern in ihren Dreißigern war: die Anti-Atomkraft-Bewegung. Nur scheint es meine Generation zu sein, die die Dringlichkeit der Klimakrise nicht nur auf die Agenda von internationalen Verhandlungen, sondern auch zu bindenden Abkommen bringen muss.

Diskutierten über die Klimakrise: Professor Gerhard Berz, Katharina Schulze, Julian Nida-Rümelin, Achim Bogdahn, Leo Herrmann, Daniel Matter und Nicola Meyer

Der Zusammenhang von Klimaveränderung wie z. B. Dürre-Zeiten, Unwetter, Überschwemmungen oder Hitzeperioden lässt sich nicht leugnen. Vielen Menschen ist klar, dass ihr eigene Lebensführung, beispielsweise bei Konsum- und Reiseverhalten, das Klima mitverändert. Mit positiven Beispielen und sogenannten Leuchtturmprojekten kann ein Wandel beim Handeln der Gesellschaft erreicht werden. Die Politik muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen, damit jedeR Einzelne sich klimafreundlich verhalten kann.

Dazu benötigen wir einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und mehr Strom aus Erneuerbaren Energien. Das Thema Umweltbildung muss endlich in die Lehrpläne der Schulen integriert werden. Je größer das Bewusstsein für Umweltschäden umso mehr kann jedeR persönlich achtsam mit Ressourcen umgehen. Einen ausführlichen Bericht der Diskussion in München finden Sie hier auf der Homepage von Green City, die den Münchner Klimaherbst mitveranstalten.

Klimaschutz im Bayerischen Landtag auf der Agenda

Im Bayerischen Landtag spielen die Klimaverhandlungen keine so große Rolle, weil die Bayerische Staatsregierung an den Verhandlungen nicht offiziell beteiligt ist. Aber natürlich begleitet der Klimaschutz viele Politikfelder – insbesondere für uns Grüne.

Bei den Abstimmungen in den Ausschüssen und im Plenum sehen wir dann immer ganz deutlich, wer Klimaschutz ernst nimmt und wer sich nur ein paar wohlklingende Worte ins Wahlprogramm geschrieben hat.

Ausblick Paris: endlich ein globaler Klimaschutzvertrag?

Es wird ein steiniger Weg hin zu einem globalen Klimaschutzvertrag, der die Minderung der Treibhausgase für die großen verschmutzenden Länder verbindlich festschreiben wird. Der internationale Klimaprozess muss endlich das einleiten, was die Weltgemeinschaft braucht: das Ende des fossilen Zeitalters!

Klimaschutz kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Wer sich gegen die Klimakrise engagiert, schützt alle. Wer nichts tut, schadet allen. Die Ausgangsbedingungen der einzelnen Staaten sind aber höchst unterschiedlich: arm versus reich, historische Klimasünder versus neue Klimasünder. Klimaschutzverhandlungen haben also auch etwas mit globaler Ungerechtigkeit zu tun und besonders mit staatlichen und wirtschaftlichen Interessen.

Diskutieren Sie hierüber am Samstag, den 14. November im Bayerischen Landtag auf einer Tagung mit KlimaschutzexpertInnen. Wir wollen unser Klima schützen, weltweit und bei uns.

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