Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Schriftliche Anfrage

Die Hälfte der Macht den Frauen – auch bei der Polizei!

24. Juni 2019 in Anträge und Anfragen, Im Parlament, Innenpolitik | Keine Kommentare

Bayern war das letzte Bundesland, das im Jahr 1990 endlich und nach langem Widerstand Frauen in den uniformierten Polizeidienst aufgenommen hat. Eigentlich sollte der Öffentliche Dienst und damit auch die Polizei Vorbild in Sachen Frauenförderung sein, das CSU-Innenministerium kommt hier aber seit Jahrzehnten nicht vom Fleck wie meine Schriftliche Anfrage (PDF) zeigt.

Es wird deutlich, dass es der Söder-Regierung und CSU-Innenminister Herrmann auf dem Gebiet der Gleichstellung von Frauen bei der Polizei sowohl an Leidenschaft als auch an innovativen Ideen fehlt.

Mit Trippelschritten zur Parität

Der Frauenanteil bei der Bayerischen Polizei steigt kontinuierlich an (Stand 01.02.2019: 28,20 Prozent). Dieser Anstieg vollzieht sich jedoch auf sehr niedrigem Niveau, denn seit dem Jahr 2011 ist der Frauenanteil um nur 3,8 Prozent gestiegen, das macht im Durchschnitt ein Plus von nicht mal 0,5 Prozent pro Jahr.

Erheblicher Nachholbedarf besteht beim Anteil weiblicher Führungskräfte bei der Polizei. Derzeit sind Führungspositionen bei der Bayerischen Polizei zu 90,67 Prozent durch Männer und nur zu 9,33 Prozent durch Frauen besetzt.

Hier geht’s wirklich nur in Trippelschritten voran. Ich sage: Die Hälfte der Macht für Frauen – auch bei der Bayerischen Polizei! – Katharina Schulze

Nur 3,27 Prozent der Führungspositionen bei der Bayerischen Polizei werden in Teilzeitbeschäftigung ausgeübt. Derzeit befindet sich kein*e Vollzugsbeamt*in in einer Leitungsfunktion in Teilzeit, wohl auch weil Teilzeit hier erst ab 75 Prozent Arbeitszeit ermöglicht wird. Mutter zu sein oder Angehörige zu pflegen oder in Teilzeit zu arbeiten darf keinen Nachteil bei den Karrierechancen bedeuten.

Grüne Maßnahmen für mehr Frauen bei der Polizei

Wir Grüne möchten, dass der Frauenanteil und der Anteil weiblicher Führungskräfte bei der Polizei deutlich steigt. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass eine Überprüfung der Beurteilung von Teilzeitkräften stattfindet. Außerdem wollen wir den Ausbau von Homeoffice-Arbeitsplätzen in allen Polizeipräsidien vorantreiben. Wir machen uns für einen familienfreundlichen Umbau der Arbeitsstrukturen innerhalb der Polizei und einen flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen für den Nachwuchs der Polizeimitarbeiterinnen und -mitarbeiter stark. Zudem fordern wir die Einführung eines professionellen Führungskräfteentwicklungskonzepts für Frauen nach dem Vorbild des preisgekrönten Programms „HORIZONTE“ der Polizei Niedersachsen.

Weitere Details entnehmen Sie bitte meiner Schriftliche Anfrage (PDF) zu Frauen bei der Polizei.

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