Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Pressemitteilung

Konsequent 2G für Erwachsene bei roter Ampel!

11. November 2021 in Anträge und Anfragen, Im Parlament | 1 Kommentar

„Krankenhaus-Ampel auf Rot – jetzt Pandemiemanagement verbessern und Impfquote steigern“ lautet der Titel des grünen Dringlichkeitsantrags (PDF), der heute, Donnerstag, 11. November in der Plenarsitzung des Bayerischen Landtags behandelt wird.

„Die mittlerweile vierte Welle der Pandemie trifft uns in Bayern gerade mit voller Wucht. Erneut hat die Söder-Regierung es nicht geschafft die dringend notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu ergreifen. Das ist beschämend. Ein frühzeitig ausgearbeitetes Pandemiemanagement, das auch „worst case“-Szenarien miteinbezieht und gut und offen kommuniziert worden wäre, hätte uns vieles, dem wir uns jetzt zu stellen haben erspart“, kritisiert Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende.

„Besonders deutlich wurde erneut: Kinder werden von der Söder-Regierung nicht mitgedacht. Bestes Beispiel ist die Einführung und dann Rücknahme der 2G-Regel für Jugendliche. Erwachsene können und müssen mehr schultern, damit Kinder mehr Normalität erleben können. Deswegen braucht es ab sofort die 2G-Regel für Erwachsene, überall dort wo dies rechtlich zulässig ist, solange die Corona-Ampel auf Rot steht.“

Die Landtags-Grünen fordern von der schwarz-orangen Staatsregierung nun eine Strategie, wie die Einhaltung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bestmöglich gesichert werden kann.

Der Fokus soll hierbei vor allem auf dem Schutz von Kindern und Jugendlichen in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen liegen. Konkret geht es – neben der 2G-Regel für Erwachsene – um folgende Punkte: eine wirkungsvolle Kontaktnachverfolgung durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst, verstärkte Kontrollen der vorgeschriebene Hygienemaßnahmen im öffentlichen Raum und eine wirkungsvolle Kommunikation der staatlichen Maßnahmen.

Zum Grünen Sofort-Maßnahmenpaket gehören außerdem erneut kostenlose PCR-Tests für alle Bürgerinnen und Bürger. Auch braucht es dringend eine deutliche Steigerung der Impfquote durch u.a. eine massive und gezielte Informationskampagne.

Katharina Schulze: „Wir sollten uns hier nicht auf die über 60-Jährigen beschränken, wie es Herr Söder vorschlägt. Am effektivsten ist es alle Bayerinnen und Bayern über 12 Jahre persönlich über die Wichtigkeit der Impfung zu informieren. Das geht per Post, per Mail oder auch über die Corona-Warn-App. Alle über 18 bekommen außerdem spezielle Infos und direkte Angebote zur Booster-Impfung. Die Instrumente liegen auf dem Tisch. Herr Söder und seine Staatsregierung müssen sie jetzt aber auch endlich wirklich alle in die Hand nehmen und schleunigst nutzen!“

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem grünen Dringlichkeitsantrag (PDF).

1 Kommentar

  1. Sehr geehrte Frau Schulze,
    als Mutter zweier Teenager möchte ich Ihnen von Herzen danken, dass sie sich in der letzten Woche genau für diese Gruppe (Kinder und Jugendliche) kraftvoll eingesetzt haben. Auch ich bin der Meinung, dass Erwachsene „mehr schultern müssen“ und nicht die unter 18 Jährigen. Für mich ist es als Erwachsene völlig klar, dass wir uns impfen lassen. Aber meine beiden Jungs wollen das (noch) nicht.
    Beide sind politisch sehr interessiert und verfolgen die Debatte, die gerade über sie geführt wird, mit regem Interesse. Mein 15 jähriger Sohn ist mittlerweile richtig sauer auf Herrn Söder. Er begreift nicht, warum er perspektivisch ab Neujahr nur noch als Geimpfter an seinem geliebten Footballtraining teilnehmen können soll. Und er verbalisiert sein Unverständnis darüber glas klar: „Mit großer Wahrscheinlichkeit werde ich niemandem ein Intensivbett wegnehmen. Warum kann man uns nicht einfach in Ruhe lassen.“ Ich kann ihm da gar nichts entgegnen. Auch ich bin der Meinung der Stiko: „Soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen darf nicht an deren Impfstatus hängen“. Es ist äußerst betrüblich und ernüchternd, dass der Ministerpräsident jetzt, nur weil die Impfquote unter den Erwachsenen deutlich zu niedrig ist, die Kids erpressen und ihnen ihre Bewegung und den körperlichen Ausgleich, den sie dringend brauchen, nehmen will um diese Altersgruppe damit zur Impfung zu bewegen. Damit hat er ein rießiges Druckmittel gefunden. Er soll sich viel lieber um höhere Impfbereitschaft unter den Erwachsenen bemühen, statt die Kinder und Jugendlichen so zu überfahren. Mitten in der Pubertät haben es die Heranwachsenden eh nicht leicht…. Denn dieser Druck trägt, zumindest bei meinen Kindern, auch nicht zu mehr Vertrauen in die Politik bei, ganz im Gegenteil.
    Was können Eltern wie ich augenblicklich tun, um diese ‚Gnadenfrist‘ auch ins neue Jahr hinüber zu retten? Sehen Sie eine Chance, dass auch 2022 die Kinder und Jugendlichen von 2 G ausgenommen bleiben, so wie es die Stiko empfohlen hat, zumal sie in der Schule eh 3x wöchentlich getestet werden?
    Ich danke Ihnen noch einmal sehr und würde mich über ein kurze Antwort freuen.
    Mit freundlichem Gruß,
    Christina Siebert

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