Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Grüne Initiative

Grüne Forderung erfüllt – “Click & Collect” für Bibliotheken erlaubt

28. Januar 2021 in Anträge und Anfragen, Im Parlament | Keine Kommentare

Shopping Malls, Möbelmärkte, Baumärkte und Buchhandlungen durften seit Mitte Januar mit dem System „Click and Collect“ öffnen, um Waren, die zur Abholung online oder telefonisch vorbestellt wurden, auszugeben. Öffentliche Bibliotheken und Gemeindebüchereien wurde diese Praxis von der Staatsregierung jedoch verboten. Gemeinsam mit grünen Kolleg*innen aus dem Bundestag, Landtag und aus bayerischen Stadträten haben wir einen offenen Brief (PDF) an die Söder-Regierung gerichtet, um das zu ändern – mit Erfolg!

Verbot verschärft soziale Ungleichheit

Die Verweigerung von „Click & Collect“ hat diejenigen am härtesten getroffen, die Bibliotheken in Pandemie-Zeiten am nötigsten brauchen: Schüler*innen, Studierende, kinderreiche Familien, sozial Benachteiligte und Senior*innen.

Es gibt keinerlei Gründe, Bibliotheken anders zu behandeln als den Einzelhandel. Entsprechende Hygienekonzepte und weitgehend kontaktlose Abhol-Modelle sind vorhanden.

Es ist zynisch, Nutzer*innen öffentlicher Büchereien aufzufordern, ihre Lektüre alternativ im Buchhandel zu kaufen. Denn dazu fehlt vielen – besonders in Krisenzeiten– das Geld. – Katharina Schulze

Viele Menschen, gerade Senior*innen, haben außerdem nicht die technischen Mittel, um auf die erweiterten digitalen Angebote der Büchereien zugreifen zu können.

Grüner Erfolg

Nach unserem Schreiben, hat die Staatsregierung reagiert und „Click & Collect“ auch für Bibliotheken und Büchereien erlaubt.

Ich begrüße es, dass das Söder-Kabinett der grünen Forderung nachgekommen ist und öffentlichen Büchereien in Bayern nun ebenso wie in anderen Bundesländern von den Bürger*innen erreicht werden können. – Katharina Schulze

Eine weitere Baustelle, die in unserem Schreiben angesprochen wird, umschifft die Staatsregierung jedoch weiter: Der Bibliotheks-Lieferservice, wie einige Kommunen in Bayern ihn anbieten, erfährt weiterhin weder Wertschätzung noch finanzielle Unterstützung von der Staatsregierung. Der Freistaat lässt die Kommunen hier mitten in der Krise im Regen stehen. Auch hier bleiben wir Grüne weiter dran!

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