Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Equal Pay Day am 20. März

Gleicher Job, gleiche Kohle?!

20. März 2015 in Aktuelles, Unterwegs | Keine Kommentare

Rein rechnerisch müssten Frauen in Deutschland bis zum 20. März des Folgejahres arbeiten, um auf das durchschnittliche Jahresgehalt eines Mannes zu kommen. Es gibt keinen Grund, Männer und Frauen nicht gleich zu bezahlen: Die Eignung für einen Beruf hat nämlich nichts mit dem Geschlecht zu tun, sondern mit den individuellen Fähigkeiten und Interessen eines Menschen.

Ein Häppchen für die Frauen, den Kuchen für die Männer? Was auf den ersten Blick schreiend ungerecht wirkt, ist auf dem bayerischen Arbeitsmarkt nach wie vor Realität.

Ein Häppchen für die Frauen, den Kuchen für die Männer? Was auf den ersten Blick schreiend ungerecht wirkt, ist auf dem bayerischen Arbeitsmarkt nach wie vor Realität.

In Bayern verdienen Frauen 25% weniger als Männer

Europaweit liege Deutschland mit aktuell 21,6 Prozent Verdienstunterschied auf einem der letzten Ränge, Bayern ist mit 25 Prozent noch schlechter. Selbst bei genau gleichen Tätigkeiten gebe es einen satten Lohnunterschied von acht Prozent.

Mit Freiwilligkeit hat sich jahrzehntelang nichts bewegt – Wir müssen das Problem endlich angehen und das Entgeltgleichheitsgesetz beschließen: Frauen verdienen mehr!

Warum verdienen Frauen weniger?

Die Ursachen der unterschiedlichen Bezahlung sind vielfältig. Zum einen gibt es mehr Frauen in befristeten Beschäftigungen, die zudem auch weniger verdienen und stärker von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Gleichzeitig arbeiten sehr viele Frauen in Teilzeit. Dies darf aber nicht zur Dauerlösung werden, eine mangelhafte Altersabsicherung ist die Folge. Deshalb brauchen wir brauchen mehr Ganztagsplätze an Schulen und Kindertagesstätten, damit Väter wie Mütter die Möglichkeit haben, länger zu arbeiten und nicht in diese Teilzeitfalle reinzufallen.

Männerberufe gibt es nicht. Dass die Hälfte der Menschheit für einen bestimmten Beruf ungeeignet wäre, ist ein Klischee, das nicht stimmt. Grüne Frauenpolitik hinterfragt solche Klischees. Deshalb ist neben einer Aufwertung dieser Berufe auch eine geschlechtergerechte Berufsberatung nötig. Die Berufs- und Studienplatzwahl von jungen Frauen und Männern ist immer noch zu stark von traditionellen Rollenbildern geprägt.

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