Katharina Schulze

Grüne Spitzenkandidatin

Ausbildung in München

Arbeitplätze für Geflüchtete

23. Februar 2016 in Aktuelles, Unterwegs | Keine Kommentare

Werkstatt am Westpark - ein tolles Projekt in MünchenDas bayerische Sozialministerium führt dieses Jahr erstmals eine bayernweite „Woche der Aus- und Weiterbildung“ durch. Ich nutzte die Gelegenheit um die Werkstatt am Westpark zu besuchen, die auch vier Geflüchtete zu Schreinern ausbildet.

So funktioniert der Ausbildungsbetrieb

Die Werkstatt am Westpark ist eine gemeinnützige Schreinerei, die Suchtkranke wieder ins Berufsleben integriert, indem sie ihnen Beschäftigung und Ausbildung bietet. Seit kurzem gehören auch vier Geflüchtete zu den insgesamt elf Auszubildenden.

Aufgrund der speziellen Anforderungen wird die Werkstatt sozialpädagogisch begleitet. Alle Gesellen und Meister haben eine zusätzliche sozialpädagogische Weiterbildung im Umgang mit Suchtkranken. Träger des Betriebs ist die Weißer Rabe Gruppe, welche zusätzlich auch Betriebe in der Gastronomie oder dem Transportbereich unterhält. Die Werkstatt ist Teil der MBQ-Betriebe und wird vom RAW gefördert. Im Betrieb führte mich die Pädagogische Leiterin Johanna Collier durch die Werkstätten und gab mir viele Information zu ihren Ausbildungsprogrammen.

Integration: perfekte Rahmenbedingungen

Katharina Schulze mit Anleiter Robert Kulundciz

Katharina Schulze mit Robert Kulundciz

Für die vier jungen Männer aus Nigeria, dem Kosovo und dem Irak bietet der Betrieb zusätzlich zur regulären Berufsschule noch begleitende Kurse in Deutsch und Mathematik an um die Auszubilden perfekt für ihre Aufgaben und Prüfungen vorzubereiten. Der Anleiter Robert Kulundciz berichtete mir stolz von den schnellen Fortschritten der vier Geflüchteten.

Eine Barriere stellen noch die Sprachkenntnisse dar. Dies würden die Auszubildenden aber durch ihre ausgezeichnete Arbeitseinstellung und die Motivation, Neues zu lernen, mehr als ausgleichen. Er zeigte uns auch Arbeitsproben wie einen edlen weißen Kleiderschrank.

Beeindruckendes Beispiel gelebter Integration

Ich bin echt beeindruckt von der Werkstatt am Westpark und die Art und Weise wie hier aktive Integration gelebt wird. Hier wird Geflüchteten eine Perspektive geboten! Diese Werkstatt ist ein tolles Vorbild.

Wir Grüne sind überzeugt, dass Integration durch Arbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Zum einen wollen Geflüchtete so schnell wie möglich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Gleichzeitig gibt es auf dem bayerischen Arbeitsmarkt einen erheblichen Mangel an Fachkräften und Auszubildenden. Barrieren, die Flüchtlinge an der Arbeitsaufnahme hindern, müssen abgebaut werden. Deswegen fordern wir Grüne, dass das von der Wirtschaft geforderte 3+2-Modell (drei Jahre lernen, zwei Jahre arbeiten mit gesichertem Aufenthaltstitel) endlich umgesetzt wird. So kann Planungssicherheit für Ausbildungsbetriebe geschaffen werden!

Mehr Informationen über Werkstatt am Westpark finden Sie hier.

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