Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Schriftliche Anfrage

Frauen bei der Polizei

3. September 2020 in Anträge und Anfragen, Im Parlament | Keine Kommentare

Erst seit 30 Jahren dürfen Frauen überhaupt bei der Polizei in Bayern tätig sein. Eigentlich sollte der Öffentliche Dienst und damit auch die Polizei Vorbild in Sachen Frauenförderung sein, das CSU-Innenministerium kommt hier aber seit Jahrzehnten nicht vom Fleck wie meine Schriftliche Anfrage (PDF) zeigt.

Von Parität meilenweit entfernt

Meine Anfrage zum Thema Frauen bei der Polizei zeigt, dass wir von Parität noch meilenweit entfernt sind. Zum Stichtag des 1. Juli 2020 lag der Frauenanteil bei 29,35% (28,16% – Stichtag 1.1.2019). In der höchsten Besoldungsgruppe A16 sind neben 93 Männern sogar nur 2 Frauen tätig. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen bei der bayerischen Polizei liegt bei 11,3%, lediglich 2,19% der Fühungspositionen sind mit Frauen in Teilzeit besetzt.

Die öffentliche Hand hat eine verfassungsrechtliche Verantwortung, die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu fördern – auch bei der Polizei. – Katharina Schulze

Das CSU-Innenministerium kommt hier aber seit Jahrzehnten nicht recht vom Fleck. Der Frauenanteil steigt zwar kontinuierlich an, aber so langsam, dass man hier nur von Trippelschritten sprechen kann.

Auch beim Anteil weiblicher Führungskräfte ist eindeutig noch Luft nach oben. Die Zahlen zeigen ein Muster, was nicht neu ist – in männerdominierten Berufen fällt es den Frauen schwer, an die Spitze zu kommen. Nur mit aktivem Handeln und konkreten, gezielten Maßnahmen wird sich was ändern.

Für uns Grüne gehört die Hälfte der Macht den Frauen – auch bei der Bayerischen Polizei. – Katharina Schulze

Grüne Maßnahmen für mehr Frauen bei der Polizei

Wir Grüne möchten, dass der Frauenanteil und der Anteil weiblicher Führungskräfte bei der Polizei deutlich steigt. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass eine Überprüfung der Beurteilung von Teilzeitkräften stattfindet. Außerdem wollen wir den Ausbau von Homeoffice-Arbeitsplätzen in allen Polizeipräsidien vorantreiben.

Corona hat gezeigt: Auch bei der Bayerischen Polizei ist Home-Office in verstärktem Maß möglich. – Katharina Schulze

Hier darf es keinen Rückbau geben, sondern es müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden: Mehr Home Office-Plätze, mehr mobiles Arbeiten, Dienstvereinbarungen für mehr flexibles Arbeiten.

Wir machen uns für einen familienfreundlichen Umbau der Arbeitsstrukturen innerhalb der Polizei und einen flächendeckenden Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen für den Nachwuchs der Polizeimitarbeiter*innen stark. Denn da sind, wie unsere Anfrage bestätigt, eindeutig zu wenige vorhanden.

Zudem fordern wir die Einführung eines professionellen Führungskräfte-Entwicklungskonzepts für Frauen nach dem Vorbild des preisgekrönten Programms „HORIZONTE“ der Polizei Niedersachsen. Unsere Polizei kann Vorbild in Sachen Frauenförderung sein – wenn das CSU-Innenministerium hier in die Gänge kommt!

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte meiner Schriftlichen Anfrage (PDF).

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