Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Schriftliche Anfrage

Frauen bei der Bayerischen Polizei

30. Mai 2018 in Anträge und Anfragen, Innenpolitik | 2 Kommentare

Der Frauenanteil bei der Bayerischen Polizei ist gering, zeigt meine Schriftliche Anfrage (pdf): 2011 waren es 24,4% Polizistinnen, 2018 erst 27,5%. Der Fortschritt ist eine Schnecke. Blickt man auf die Anzahl der Führungspositionen sieht es sehr düster aus: Nicht mal 9% der Führungspositionen sind mit Frauen besetzt. Das muss sich ändern. Vielfalt tut immer gut. Die Hälfte der Macht den Frauen – auch bei der Bayerischen Polizei!

So kann man den Frauenanteil bei der Polizei erhöhen

Ich erwarte stärkere und ernsthafte Bemühungen für mehr Frauen bei der Polizei und in Führungspositionen. Job-Sharing in Führungspositionen, Aufstieg in Teilzeit ermöglichen und mehr Home-Office Möglichkeiten schaffen sind ein paar Punkte, die angepackt werden müssen. Auch muss bei der dienstlichen Beurteilung durch frühzeitige Einbeziehung der Gleichstellungsbeauftragten Nachteile für Frauen und Teilzeitarbeitende abgebaut werden.

Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass Polizeibeamtinnen und -beamten, die Kinder betreuen, so früh wie möglich die Chance gegeben wird, wieder in den Polizeiberuf zurückzukehren, indem mehr den zeitlichen Bedürfnissen angepasste Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung gestellt werden. Es braucht also mehr Kita-, Kindergarten- und Hortplätze bei der Bayerischen Polizei, die auch zu Rand- und Ferienzeiten aufhaben – davon haben dann auch die männlichen Polizeibeamte was davon! Auch die mobile Reserve gehört aufgestockt.


Weitere Details können Sie meiner Schriftlichen Anfrage entnehmen:

  • Schriftliche Anfrage (pdf)
  • Anlage 1: Geschlechterverhältnis in den verschiedenen Qualifikationsebenen (pdf)
  • Anlage 2: Besoldungsgruppen (pdf)
  • Anlage 3: Beurteilungen in der 2. und 3. Qualifikationsebene (pdf)

2 Kommentare

  1. Danke Katharina für Deine Anfrage und Deinen Einsatz in Sachen Gleichstellung! Schade, dass staatliche Institutionen in Bayern nicht mit gutem Beispiel auf diesem Gebiet vorangehen. Selbst im schulischen Bereich, in dem die Frauen gut vertreten sind, erhalten immer noch Männer regelmäßig die besseren Beurteilungen (z. B. an unseren Gymnasien die Bestnoten mehr als doppelt so häufig) als Frauen und damit auch die höheren Stellen, siehe Anfrage aus dem Jahr 2015 (https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0009412.pdf).

  2. Es ist wichtig, dass Frauen mit Kindern in Teilzeit arbeiten können und auch gute Chancen haben aufzusteigen – auch wichtig für die Rente später.

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