Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Premiere eines innovativen Politiktalks

Drei Frauen, drei Standpunkte: Familie und Beruf

23. Februar 2015 in Aktuelles, Unterwegs | Keine Kommentare

Drei starke Frauen: Katharina Schulze, Nicole Gohlke, Isabelle Zacharias

Drei starke Frauen im Grünen Büro: Katharina Schulze, Nicole Gohlke, Isabelle Zacharias

Der Polittalk „Drei Frauen, drei Standpunkte“ hatte vergangene Woche in meinem Grünen Büro am Nordbad Premiere. In dieser Diskussionsreihe tausche ich mich mit meiner Landtagskollegin Isabell Zacharias von der SPD und Nicole Gohlke von den Linken im Bundestag zu aktuellen Themen aus. Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem Publikum sind bei diesem Politik-Talk ausdrücklich erwünscht. Diesmal widmeten wir uns dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, von vielen beschworen und als wichtiges Problem wahrgenommen, hängt für Mütter und Väter von den Rahmenbedingungen ab: Kinderbetreuung muss u.a. gut und wohnungs- bzw. arbeitsnah sein. Pädagogische Qualität erreicht man nur mit qualifizierten Fachkräften. Und die sind rar gesät, insbesondere in Ballungsgebieten. Qualifizierte Kinderbetreuung muss für die Familien bzw. Alleinerziehenden finanzierbar sein sein – das ist für DurchschnittsverdienerInnen momentan alles andere als selbstverständlich. Ein Kinderbetreuungsplatz  weit weg von der Wohnung  bzw. vom Arbeitsplatz, ist nicht besonders hilfreich und stellt eine große organisatorische Herausforderung dar. Ebenso müssen die Öffnungszeiten mit den Berufszeiten kompatibel sein.

Drei Frauen, drei Standpunkte im Grünen Büro

Drei Frauen, drei Standpunkte

Wenn alle die Möglichkeit haben sollen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, muss sich das Rollenverständnis von Mann und Frau in unserer Gesellschaft ändern. Noch immer wird Kinderbetreuung, gerade bei kleinen Kindern fast ausschließlich mit der Mutter assoziiert und der Vater, der Erziehungsurlaub beantragt, schräg angeschaut oder beruflich benachteiligt.

Weil viele Paare ihre Entscheidung darüber, wer daheim bleibt, davon abhängig machen müssen, wer mehr verdient, bleiben fast immer die Frauen zu Hause: Dies ist nur ein weiterer Grund, um für gerechte Löhne bei Frauen zu kämpfen.

Alle hier skizzierten Probleme betreffen nicht nur die Kinderbetreuung, sondern gerade in Zeiten des demografischen Wandels, auch die Frage nach der Betreuung pflegebedürftiger Eltern. Hier müssen endlich Weichenstellungen vorgenommen werden, die gute und bezahlbare Betreuung ermöglichen und Teilzeitarbeit und beruflichen Wiedereinstieg erleichtern!

In der Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass wir uns oft darin einig waren, wenn es um Probleme ging. Die Lösungsvorschläge waren natürlich parteipolitisch eingefärbt und von persönlicher Erfahrung geprägt.

Wie geht es weiter mit „Drei Frauen, drei Standpunkte“?

Mir hat diese Diskussion mit Isabelle und Nicole und dem Publikum großen Spaß gemacht. Auch unsere Gäste waren der Meinung: weitere Veranstaltungen gerne.

In den kommenden Veranstaltungen, die abwechselnd in unseren BürgerInnenbüros in Schwabing stattfinden werden, wollen wir uns mit unterschiedlichsten Themen wie z.B. dem G7-Gipfel und den Protesten dazu, verschiedene Wege zur gesellschaftlichen Veränderung, die Zukunft rot-rot-grüner Bündnisse oder Perspektiven im Kampf gegen Rechts beschäftigen.

Inwieweit die Meinungen, Ideen und Programme bei weiteren Diskussionsrunden übereinstimmen oder Raum für Konflikt bilden, wird sich zeigen. Lassen Sie sich überraschen!

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