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Pressemitteilung

Verfassungsschutzbericht: Die Gefahr von Rechts darf nicht in den Hintergrund rücken

27. März 2014 in Aktuelles, Gegen Rechts, Innenpolitik, Pressemitteilungen | Keine Kommentare

Heute hat Innenminister Joachim Herrmann den Verfassungsschutzbericht 2013 vorgestellt. Dieser lässt befürchten, dass die Staatsregierung keine nachhaltigen Konsequenzen aus der NSU-Mordserie zieht. Obwohl 66 rechtsextremistische Gewalttaten eine anhaltende Bedrohungslage zeigen, scheint die Bekämpfung des Rechtsextremismus wieder in den Hintergrund zu rücken. Die Tatsache, dass das Innenministerium derzeit 45 Tötungsdelikte auf einen rechtsextremen Hintergrund überprüft, zeigt, dass in der Vergangenheit nicht genau genug hingesehen wurde. Als Konsequenz aus dem Behördenversagen der NSU-Mordserie fordern wir zukünftig schärfere Sinne im Umgang mit Gewalttaten, die einen rechtsextremistischen Hintergrund haben könnten.

Auch das Verbot des Freien Netz Süd ist längst überfällig. Durch das zögerliche Verhalten des Innenministeriums ist hier seit der Durchsuchung im Juli 2013 wertvolle Zeit verloren gegangen. Ersatzorganisationen wie die Partei „Der Dritte Weg“ konnten sich längst etablieren. Innenminister Herrmann muss im Kampf gegen Rechts endlich die Handbremse lösen und vorwärts gehen!

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