Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Was erleben, lernen, aktiv sein – nicht nur in der Natur

5. August 2015 in Aktuelles, Unterwegs | Keine Kommentare

Stadtrat Dominik Krause und ich haben in München zwei junge Pfadfinder getroffen, die beweisen, dass sich auch Junge für Umwelt und Gesellschaft engagieren. Pfadfinden ist viel mehr als das klassische Naturerlebnis, das viele kennen. Momentan engagiert sich der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder vor allem in der Flüchtlingsarbeit, kämpft aber nicht nur dabei gegen bürokratische Hürden.

Thema Jugendarbeit in München: Mathias Ernst, Grüne Jugend, Abgeordnete Katharina Schulze, die Pfadfinder André Blockiger und Lukas Bauer und Stadtrat Dominik Krause

Thema Jugendarbeit in München: Matthias Ernst, Grüne Jugend, Abgeordnete Katharina Schulze, die Pfadfinder André Blockinger und Lukas Bauer und Stadtrat Dominik Krause

Pfadfinden in München: Mehr als nur Naturromantik

Der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder ist der größte nicht-konfessionelle Pfadfinderbund in Deutschland. In Bayern gibt es über 50 örtliche Gruppen in allen Landesteilen. André Blockinger, der Sprecher der Münchner Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und der Landesvorsitzende Lukas Bauer haben Stadtrat Dominik Krause, Matthias Ernst von der Grünen Jugend und mir ihre Arbeit vorgestellt.

Bei den PfadfinderInnen gibt es drei Stufen, die man nach Alter und persönlichem Fortschritt durchlaufen kann: Wölfling, Pfadfinder, Ranger und Rover. Jugendliche lernen bei den Pfadfindern einige grundlegende Dinge: das Leben mit Jurte und Kohte, Knoten, Feuer, Kochen, Erste Hilfe, Orientierung mit Karte und Kompass in der Natur und ein gewisses Umweltbewusstsein. Besonders gefördert wird aber die Eigenständigkeit, Motivation und Ideen für eine eigene Freizeitgestaltung und die Auseinandersetzung mit Umwelt und Gesellschaft. Vom Wölfling bis zum Ranger und Rover sind Abenteuer, Spiel und Sport grundlegend für diese Erfahrungen.

Die Pfadfinder sind in vielen lokalen Gruppen und Stämmen organisiert und treffen sich einmal pro Jahr zur Landesversammlung – das wichtigste Organ der Organisation, bei dem die Delegierten aus den Stämmen mit den Stammesführern, Vorstand und Landesleitung über die Zukunft des Landesverbandes diskutieren. Die Mitgliederzeitschrift action erscheint viermal im Jahr, außerdem gibt es einen Landesrundbrief über die Aktivitäten des Landesverbandes. So ähnlich sind auch die Grünen organisiert.

Flüchtlingsarbeit neuer Schwerpunkt in München

Beim letzten Landespfingstlager der PfadfinderInnen im Unterallgäu waren über 1000 Menschen dabei. Lukas und André haben uns davon erzählt, dass sie eigentlich Flüchtlinge zu diesem Pfingstlager einladen wollten – viele Flüchtlinge sind ja Jugendliche. Das ist dann aber an organisatorischen und bürokratischen Hürden gescheitert, was der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder sehr schade fand. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder machen sich momentan viele Gedanken über die Flüchtlinge, die zu uns kommen, und wie sie selbst unterstützend aktiv werden können. Sie wollen gemeinsam mit jungen Flüchtlingen was unternehmen.

Bürokratie erschwert ehrenamtliche Jugendarbeit

Die Zahl der PfadfinderInnen wächst in München. Toll, obwohl es ja in München ein Riesenangebot für Jugendliche gibt. Dafür verlieren sie aber auch Mitglieder auf dem Land. André berichtete uns, dass es beispielsweise bei der Anmietung von Gruppenräumen unnötig bürokratisch zugeht: Hier ist immer der Kreisjugendring als Mittler gefragt, was die Prozesse komplizierter macht und verlangsamt. Dominik hat zugesagt, sich bei der Stadtverwaltung schlau zu machen.

Ein interessantes Treffen. Die PfadfinderInnen leisten in München und landesweit tolle und wichtige Jugendarbeit – und zwar weit mehr, als man denkt. Dominik und ich waren begeistert von ihrem Engagement und freuen uns über ein Wiedersehen!

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