Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Veranstaltung

Zuflucht Frauenhaus – auch für Frauen mit Behinderung

4. April 2016 in Aktuelles, Unterwegs | Keine Kommentare

160331_Zuflucht-Frauenhaus 020_kleinFrauen mit körperlicher oder psychischer Behinderung sind doppelt so oft von häuslicher Gewalt und Missbrauch betroffen wie andere. Um auf ein spezielles Angebot für diese Frauen aufmerksam zu machen, war Melanie Schauer von der Frauenhilfe München im Grünen Büro zu Gast.

Schutz für Frauen

„Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, brauchen Schutz, ungeachtet dessen, wie ihre sonstigen Lebensumstände beschaffen sind“, Melanie Schauer von der Frauenhilfe München berichtete von deren neuesten Projekt: Das Frauenhaus der Frauenhilfe bietet seit Anfang 2015 zwei barrierefreie Wohneinheiten für Frauen mit Behinderung an. Diese sind barrierefrei zugänglich und unter anderem mit einer unterfahrbaren Küche und einem Notrufsystem ausgestattet. Fortlaufend wird dieses Angebot erweitert und verbessert, um auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse reagieren zu können und es der Praxis anzupassen.

Bayern ist das Schlusslicht in der Förderung

Gerade Frauen mit einer Behinderung trauen sich oft erst spät oder garnicht, sich an ein Frauenhaus zu wenden – oder sie können es nicht. Es wäre also weitaus mehr Bedarf an barrierefreien Angeboten da. Aber auch im nicht barrierefreien Bereich gibt es mehr Bedarf als freie Plätze. Für mich ist es ein Skandal, dass Bayern bei der Verfügbarkeit von Frauenhausplätzen pro Einwohnerin bundesweit das Schlusslicht darstellt. Wir Grüne fordern eine bessere finanzielle Ausstattung für Frauenhäuser, um mehr Frauen in solchen Notsituationen unterstützen zu können. Die CSU-Regierung muss endlich handeln.

Abbau der Bürokratie

Meine Parteikollegin aus dem Bundestag, Doris Wagner, findet: „Auch die Bundesregierung muss in diesem Bereich ihre Verantwortung endlich wahrnehmen und auf eine bundesweit einheitliche finanzielle Absicherung von Frauenhäusern hinarbeiten. Der Flickenteppich der vielen unterschiedlichen Regelungen führt zu einer insgesamt unübersichtlichen Lage, die die Situation von Frauen in Not unnötig erschwert.“ Dazu kommt, dass bislang nur Gewalt in der Partnerschaft zählt. Dabei sind gerade Frauen mit Behinderung oft Opfer von Gewalt aus dem Umfeld wie Familie, Arbeitsplatz oder auch sozialer Einrichtung ausgesetzt. Hier gilt es endlich aus dem Schubladendenken auszubrechen und die Opfersicht in den Vordergrund zu stellen!

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