Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

O-Ton-Paket aus Pressekonferenz

#YesWeCare: Den Dienst am Menschen aufwerten!

20. Januar 2021 in Pressemitteilungen, Unterwegs | 1 Kommentar

Die grüne Landtagsfraktion zurrt ihre politischen Schwerpunkte für das erste Halbjahr 2021 bei ihrer Winterklausur vom 20. bis 22. Januar 2021 fest. Im Mittelpunkt der Klausur steht unter dem Motto „Yes we care: Den Dienst am Menschen aufwerten!“ die Steigerung von Attraktivität und Ansehen der sozialen Berufe insbesondere im Pflege- und Betreuungsbereich. Aus der Auftakt-Pressekonferenz mit den Fraktionsvorsitzenden der Landtags-Grünen Katharina Schulze und Ludwig Hartmann, bieten wir Ihnen im Folgenden mehrere O-Töne an.

Katharina Schulze und Ludwig Hartmann kommentieren die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen vom 19.01.2021:

Ludwig Hartmann: „Lieber kommt es spät als gar nicht, dass man jetzt sich durchgerungen hat über eine Verordnung deutlich mehr Homeoffice umzusetzen, das ist wirklich längst überfällig. Ich möchte nochmal dran erinnern, Frankreich, Belgien haben das bereits ab Oktober deutlich umgesetzt. Das jetzt eine Verordnung kommt, ist richtig, haben wir lange und oft eingefordert, das begrüßen wir. Ganz entscheidend wird sein, dass es eine Verordnung ist, die auch wirklich eine wirksame Verordnung wird und eine Verordnung, die mit einer gewissen Strenge und Schärfe umgesetzt wird.“

Katharina Schulze: „Es gibt immer noch blinde Flecken in der Pandemiebekämpfung in Bayern. Die Hausaufgaben, die von der bayerischen Staatsregierung nicht gemacht werden, gerade auch im sozialen Bereich sind groß. Erster Punkt Schutz von älteren Menschen in den Pflegeeinrichtungen. Wir wollen, dass die Antigenschnelltests durch mobile Testteams vor Ort gestellt werden, um damit das Personal in den Einrichtungen zu entlasten. Dann finden wir die Schnellteststrategie weiterhin unausgereift. Wir fordern, dass Schnelltests in Form nasaler Selbsttests daheim von der Bundesregierung endlich zugelassen werden, so kann mehr und umfangreicher getestet werden. Die Impfstrategie gehört auch geupdated. Von den Gesundheitsämtern lassen sie mich gar nicht anfangen, sonst sitzen wir morgen noch da.“

Ludwig Hartmann: „Man hat schon das Gefühl in einigen Bereichen, die immer wieder aufgerufen werden, es ist wirklich wie „Täglich grüßt das Murmeltier“. Wir haben das Thema bei der Softwareausstattung der Gesundheitsämter, von uns seit Monaten angeprangert, bei jeder MPK wird es eigentlich aufgerufen, jetzt wird es wieder aufgerufen, dass sich dort was tut, das gleiche trifft zu bei der besseren Personalausstattung, das geht weiter beim Thema besserer Schutz von Pflege- und Altenheimen, ich glaube alles Punkte die unstrittig sind, aber da heißt es doch endlich mal sich nicht 11 Stunden dazu zusammenzusetzen sondern konkret umzusetzen, das ist auch das wo die Menschen in unserem Land darauf warten.“

Die Landtags-Grünen wollen Attraktivität und Ansehen sozialer Berufe stärken. Katharina Schulze erläutert zum Klausurmotto:

„Wir wollen das Thema soziale Berufe und die Leistungen der Menschen dort stärker in den Fokus rücken, das finden wir übrigens nicht nur in Zeiten von Corona entscheidend, sondern die Frage des sozialen Zusammenhalts wird auch nach Corona weiterhin im Vordergrund stehen. Pflegerinnen und Pfleger, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher, Hebammen, sie alle tragen eine enorme Verantwortung und sind das Rückgrat in unserer Gesellschaft. Wir finden, die Wertschätzung für soziale Berufe muss auch in Euro und Cent auf dem Gehaltskonto ablesbar sein, wir wollen eine dauerhafte angemessene Bezahlung, statt nur Beifall vom Balkon und einmal Bonuszahlungen.“

Die O-Töne aus der Auftaktpressekonferenz der Grünen Winterklausur finden Sie im Audiobereich der Homepage der Grünen Fraktion Bayern.

1 Kommentar

  1. Ich bin selbst seit über 30 Jahren in vielen Bereichen in der Pflege tätig gewesen….heute bin ich zentrale Praxisanleiterin in einer stationären Langzeitoflegeeinrichtung und studiere noch mit über 50 Jahren berufsbegleitend Pflegepädagogik! Bildung ist ein Weg der Erkenntnis, also des Erkennens warum Dinge so sind wie sie sind Bildung hilft die richtigen Fragen zu stellen, kleine Hebel in Bewegung zu setzen. Machtstrukturen zu erkennen und zu begreifen und hilft ( wenn auch erstmal in kleinen Schritten) heraus aus dem frustrierenden Hamsterrad des Pflegealltags. Ich erlebe mich und viele KollegInnen mutig und stark, menschennah und liebevoll….ich erlebe die Auszubildenden als wissbegierig und kritisch genug um nicht sofort alles als Bare Münze zu nehmen….wir wollen unterstützt werden um noch professioneller zu werden, wir wollen als qualifizierte Pflegefachpersonen wahrgenommen und entsprechend bezahlt werden. Die Strukturen müssen sich ändern nicht der Pflege willen sondern uns als Gesellschaft wollen!
    Übrigens: nicht die bedside Tätigkeit mit dem Patienten/ Bewohner hält akademische Pflegekräfte davon ab sondern z.B. die PflegekollegInnen selbst, die sich ungern im kollegialen Austausch fortentwickeln wollen….wir können gemeinsam sowas von stark werden.. ..ja unglaublich stark…..also lässt uns zusammenhalten und zusammenhelfen damit wir das werden was wir sind: eine verdammt fantastische Berufsgruppe mit Herz- Hirn und Verstand

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