Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

Katha und Eva auf Tour durch Bayern

„Wirtschaft mit Zukunft“-Tour: Ebitsch Energietechnik

14. September 2020 in Unterwegs | Keine Kommentare

Eine weitere Station ihrer Wirtschafts-Tour hat Katharina Schulze und Eva Lettenbauer zu Ebitsch Energietechnik ins oberfränkische Zapfendorf  geführt. Das Unternehmen produziert sauberen Sonnenstrom für Mittelständler und das seit fast 30 Jahren – ein richtiger Vorreiter in Sachen nachhaltige Energieversorgung!

Eine saubere Energiequelle, die erst in Milliarden Jahren versiegt – das ist Nachhaltigkeit! – Katharina Schulze

Ebitsch Energietechnik im produziert bereits seit fast drei Jahrzehnten technische Systeme für Sonnenstrom. Eva Lettenbauer und Katharina Schulze waren vor Ort zu Besuch.

Zu Besuch bei Ebitsch Energietechnik

Solarenergie gehört die Zukunft

Der Geschäftsführer und Gründer Horst Ebitsch nimmt sich die Zeit und empfängt seine Gäste auf dem Firmengelände. Natürlich sind überall Solaranlagen zu sehen: auf dem Dach des Carports, der damit als E-Tankstelle funktioniert, sowie auf den Dächern und Fassaden.

Die Firma Ebitsch plant und liefert mit 35 Mitarbeiter*innen Komplettsysteme aus einer Hand: Von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersystemen und Zähleranlagen, sowohl für private als auch gewerbliche Kund*innen.

Seit ihrer Gründung konnte die Firma erfolgreich über 3.000 Solar-Projekte umsetzen. Horst Ebitsch ist immer noch fest davon überzeugt, dass der Solarenergie die Zukunft gehört, obwohl er zwischendrin einige Rückschläge hinnehmen musste.

Politik bestimmt Erfolg der Solarenergie

Deshalb macht er auch gleich zu Beginn klar, wie entscheidend die Politik festlegt, ob sauberer Strom die Energie der Zukunft wird. Ganz besonders geht es dabei darum, wie die Nutzung von „hausgemachtem“ Strom derzeit geregelt ist. Alle Beteiligten waren sich im Gespräch einig: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich inzwischen von einer erfolgreichen Starthilfe zu einer Hürde gewandelt.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist mittlerweile mehr Hemmschuh als Hilfe! – Katharina Schulze

Das Problem liegt in der Pflicht, seinen selbst produzierten Strom ins Netz einzuspeisen und teurer zurückzukaufen. Horst Ebitsch beschreibt es so: „Das ist, wie wenn sie Tomaten im eigenen Garten anbauen und eine Strafe bekommen, wenn sie sie selber essen. Kunden kaufen sich mit ihrem eigenen Geld eine Anlage und wollen den Strom selber nutzen – doch wenn man den Strom für 9 Cent verkauft, muss man diesen für 30 Cent zurückkaufen.“ Dabei gebe es eigentlich keinen günstigeren Strom als den aus der Sonne.

Im Gespräch mit Firmengründer Horst Ebitsch

Unternehmen längst weiter als Staatsregierung

Wie bei den anderen Stationen ihrer Tour wurde auch hier deutlich: Viele Bürger*innen, aber auch viele Firmen sind schon längst weiter als die Staatsregierung. Horst Ebitsch bekräftigt: „Die Widerstände sind inzwischen sehr gering.“

Die Kund*innen schätzen ihren selbsterzeugten, unerschöpflichen Sonnenstrom – und bestellen bei Ebitsch zusätzlich auch kobaltfreie Batterien, um ihren Strom zu speichern.

„Viele Menschen wollen unabhängig sein und sich komplett selbst mit Strom versorgen. 9 von 10 Anlagen verkaufen wir mit Batterien,“ erzählt Horst Ebitsch.

Während Solaranlagen inzwischen längst wirtschaftlich produziert werden können und nicht mehr von Subventionen abhängig sind, ist dieses Zeil bei der Batterieproduktion noch nicht ganz erreicht – umso wichtiger sind auch deshalb klare politischen Rahmenbedingungen, die den erneuerbaren Energien Vorfahrt einräumen.

Solarkataster für jeden Landkreis

Eva Lettenbauer hat noch weitere Ideen, wie wir den Ausbau des Solarstroms vorantreiben können: „Wir brauchen ein Solarkataster in jedem Landkreis.“ So können Bürger*innen und Firmen schnell herausfinden, ob ihre Dächer sich für die Produktion von Sonnenstrom eignen.

Auch bei Mehrfamilienhäusern in den Städten gebe es noch jede Menge Potenzial, das wegen rechtlicher Hemmnisse noch nicht ausgeschöpft werden kann: „Das aktuelle Mietstromgesetz ist ein absolutes Verhinderungsgesetz – da müssen wir auf Bundesebene ran,“ so Eva Lettenbauer.

Photovoltaikanlagen, Batteriespeichersystemen und Zähleranlagen werden im Unternehmen geplant

10H-Windkraftverhinderungsgesetz muss weg

Und Katharina Schulze ergänzt: „Es ist unsere Verantwortung, den nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.“

100% Erneuerbare Energien sind ein Muss. Hier in Zapfendorf wird gezeigt, dass das geht. Dieses Engagement ist wichtig, denn gerade in Bayern gibt es da noch so viel zu tun. – Katharina Schulze

„Leider bremst die schwarz-orange Landesregierung die Energiewende aus. Wir bleiben bei unserer langjährigen Forderung: Das 10H-Windkraftverhinderungsgesetz muss endlich weg.“

Und wie schaut es eigentlich mit der Lebensdauer der Solaranlagen aus, sind sie auch diesbezüglich nachhaltig? Horst Ebitsch lacht: „Da habe ich keine Ahnung, ich mache das erst seit 30 Jahren.“

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