Katharina Schulze

Fraktionsvorsitzende

34 Jahre Oktoberfestattentat in München

Ein Thema das uns nicht los lässt

29. September 2014 in Aktivitäten, Aktuelles, Innenpolitik, Unterwegs | Keine Kommentare

Denkmal des Oktoberfestattentat vom 26.09.1980

Denkmal für die Opfer des Oktoberfestattentats

Der  schrecklichste terroristische Anschlag nachkriegsdeutscher Geschichte jährte sich heuer zum 34. Mal. Am 26. September 1980 explodierte am Haupteingang des Münchner Oktoberfests eine Rohrbombe. Durch die Explosion wurden 13 Menschen getötet und 211 verletzt, 68 davon schwer. Bis heute sind die Hintergründe der Tat zweifelhaft.

Verwirrter Einzeltäter oder rechtsextremistisches Netzwerk?

Die These eines verwirrten Einzeltäters, über die Jahrzehnte von Staatsregierung und Justiz postuliert, ist fragwürdig. Vieles deutet auf ein rechtsextremistisches Netzwerk hin, das für die Bluttat verantwortlich ist. Die Parallelen zum Anschlag auf den Bahnhof von Bologna einen Monat zuvor sind nicht zu übersehen. 

Auch 34 Jahre nach dem verheerenden Sprengstoffattentat ist die Zivilgesellschaft über die  Hintergründe des Anschlags immer noch nicht umfassend informiert.

Nach dem Auftauchen neuer Akten prüft der Generalbundesanwalt jetzt „intensiv, die förmliche Wiederaufnahme der Ermittlungen“ – wir Grüne setzen uns seit Jahren dafür ein. 

Stimmungsvolle Gedenkfeier am Jahrestag des Attentats

Gedenkfeier zum 34. Jahrestag des Oktoberfestattentats in München

Gedenkfeier zum 34. Jahrestag des Oktoberfestattentats in München

Als innenpolitische Sprecherin habe ich zusammen mit der grünen Stadträtin Katrin Habenschaden an der von der DGB-Jugend Bayern veranstalteten Gedenkfeier mit Kranzniederlegung am 26.09.2014 teilgenommen. Eine bewegende Feier, die zeigt, dass die Opfer des Attentats von 1980 nicht in Vergessenheit geraten sind.

Wiederaufnahme der Ermittlungen?

Kurz nach dem Jahrestag wurden neue Hinweise zur Tat bekannt. Ich hoffe sehr, dass es nun zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens kommt. Auch Bundesjustizminister Maas könnte die Wiederaufnahme der Ermittlungen durchsetzen. Schon 2011 hat sich der Bayerische Landtag hierfür einstimmig ausgesprochen.

Leider muss ich in diesem Zusammenhang feststellen, dass in Bayern rechtsextreme Straf- und Gewalttaten beinahe traditionell verharmlost und bagatellisiert werden. Viel zu lange wurden in dieser Sache wichtige Akten unter Verschluss gehalten. Wir aber sind den Opfern und ihren Familien und Freunden eine lückenlose Aufklärung schuldig!

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