Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Mein Interview für die Jolie

10. September 2017 in Unterwegs | Keine Kommentare

Das Frauenmagazin Jolie hat mich interviewt. Hier geht es um meine politischen Vorbilder, die Bundestagswahl und auch Persönliches.

1. Warum sollen wir Ihre Partei wählen?

Wer auf Weltoffenheit, Schutz unserer Lebensgrundlagen und ein gutes Miteinander steht, ist herzlich eingeladen. Mit uns steigt Deutschland aus der Kohle aus und auf eine nachhaltige Landwirtschaft um – ohne Ackergifte und Gentechnik. Wir stärken Europa und sorgen dafür, dass Menschen bei uns sicher und frei leben können. Außerdem bekämpfen wir Kinderarmut, verbessern die Förderung von Familien und investieren in gute Bildung.

2. Warum sollen wir Ihre Partei nicht wählen?

Wer Rassismus mag und ein Ölfanatiker ist, der kann zu Hause bleiben.

3. Haben Sie schon Überzeugungen geopfert, um politisch vorwärts zu kommen?

Nein.

4. Haben Sie politische Vorbilder?

Eleonore Roosevelt und Christoph Probst.

5. Ihre größte Angst?

Das wir es als Gesellschaft nicht schaffen, unseren Planeten zu retten.

6. Mit wem würden Sie eine Koalition eingehen?

Nach einer Wahl sollte man mit allen demokratischen Parteien reden. Die AfD gehört nicht dazu.

7. Was fühlen Sie, wenn Sie jemandem wie Donald Trump beim Regieren zusehen?

😳😂🙄 😫😢😧 – und das in Endlosschleife.

8. Was läuft falsch in Deutschland?

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer für die gleichwertige Arbeit, das ärgert mich so! Außerdem nehmen die soziale Spaltung und der Rassismus zu. Und: In den letzten acht Jahren unter der Regierung von CDU, CSU und SPD sind unsere CO2 Emissionen gleich hoch geblieben. So geht kein Klimaschutz. Wir haben bekanntermaßen die Erde von den Kindern nur geborgt, wir müssen sie also dringend schützen.

9. Wie gefährlich sind die rechten und linken Ränder – und was befeuert sie?

Der Anstieg von Hass, Hetze und Gewalt online wie offline beunruhigt mich, da müssen wir gegensteuern. Gewalt ist kein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung. Vor allem die rechte Gewalt nimmt immer mehr zu. Nazis, die AfD und Rechtspopulisten befeuern das eifrig.

10. Europa ist…

meine Heimat.

11. Aktuelle Studien sagen, dass jeder 113. Mensch ein Flüchtling ist, 65,5, Millionen Menschen. Wie soll Deutschland Ihrer Meinung nach damit umgehen?

Wir müssen dringend die Fluchtursachen bekämpfen, damit Menschen ihre Heimat nicht verlassen müssen. Das bedeutet: Keine Rüstungsexporte an Diktatoren und Krisenregionen, faire Handelsabkommen und gegen die Klimaerhitzung kämpfen. Die allermeisten Menschen fliehen in ihre direkten Nachbarländer, da müssen wir als reicher Staat mehr finanzielle Unterstützung leisten. Den Menschen, die zu uns kommen, müssen wir die Hand reichen und nicht die kalte Schulter zeigen – das ist ein Gebot der Menschlichkeit. Man weiß nie, wann man selbst mal Hilfe braucht. Deswegen braucht es dringend eine kluge Integrationspolitik.

12. Wo informieren Sie sich?

In diesem Internet. Und: Print ist nicht tot. Ich lese es noch.

13. Was war der emotionalste Moment Ihrer Karriere?

Als wir – David gegen Goliath like – den Bürgerentscheid gegen die 3. Startbahn am Münchner Flughafen  gewonnen haben!

14. Wenn Sie nur eine einzige Sache ändern könnten, was wäre das?

Kriege beenden, damit wir endlich Frieden auf der Welt haben.


Dieses Interview erscheint in der September-Ausgabe der Jolie.

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