Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Moosburg

Jugendparlament: Politik als Hobby

3. Juli 2017 in Unterwegs | Keine Kommentare

Den Jugendlichen von heute wird oft vorgeworfen sich nicht für Politik und das Geschehen in ihrem Ort zu interessieren. Politik kann auch ein Hobby sein, das zeigt das Jugendparlament (JUP) in Moosburg. Mit viel Begeisterung und coolen Projekten bringen sich die Vorsitzende Verena Kuch und ihr elf köpfiges Team aus Oberbayern aktiv ein.

Nicht nur eine Spielerei

Die Mitglieder des Parlaments werden von den Schülerinnen und Schülern Moosburgs wie ein Gemeinde- oder Stadtrat gewählt Ziel ist es, den Jugendlichen im Ort eine Gestaltungsmöglichkeit zu geben.

Das Jugendparlament Moosburg mit Katharina Schulze MdL und dem Jugendreferent von Moosburg Johannes Becher

Das Gremium entscheidet intern über die Vorsitzenden und verschiedene andere Ämter. Ein kleines Budget gibt es natürlich auch, das dem Jugendparlament zur freien Verfügung steht. Zu Sitzungen wird wie „in der erwachsenen Politik“ auch immer die Presse eingeladen. Diese finden alle drei Monaten statt. Die Ausgaben werden mehrheitlich abgestimmt. Dazu kommen noch alle vier bis sechs Wochen nichtöffentliche Sitzungen. In diesen berät das JUP über Veranstaltungen und Aktionen. Das Jugendparlament darf im Stadtrat Anträge stellen und verfügt über ein Rederecht.

Vor Ort habe ich gemerkt: politisch aktiv sein, bedeutet ganz schön viel Arbeit im Hintergrund. Das kenn ich auch aus meiner Zeit bei der Grünen Jugend und bei den Grünen. Natürlich gibt es auch Unterstützung: Der Jugendreferent und eine gewählte Vertrauensperson haben immer ein offenes Ohr für die Fragen der Jugendlichen.

Nicht reden, machen!

Mit Vorträgen, Workshops und Projekten lädt das JUP junge Menschen immer wieder dazu ein, ihre Meinung zu sagen. Das Tolle dabei: die Ideen werden weitergeben und landen auf dem Tisch der Bürgermeisterin. Das JUP ist sozusagen der Vermittler zwischen Jugendlichen vor Ort und dem Stadtrat. Und das ist super wichtig. Wir brauchen junge Menschen, die der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Politik vermitteln was sie brauchen und sich wünschen. In Moosburg hat das sehr gut geklappt, hat mir die Vorsitzende Verena Kuch vor Ort erzählt: Das JUP hat so manches Projekt angestoßen oder vorangetrieben. Zum Beispiel ein Volleyballfeld, ein Fußballplatz, eine Skateboard Anlage und ein neues Jugendhaus. Weitere Projekte und mehr Infos gibt es auf der Homepage des JUPs, bei Facebook oder Instagram.

Bei meinem Besuch präsentierte das JUP eine Ausstellung junger Künstler aus Moosburg. Ich lernte eine wirklich erstaunliche Gruppe kennen, die versucht andere Jugendliche von Politik zu begeistert und vor allem den Erwachsenen zeigt, dass Jugendliche eine wichtige Stimme haben. Nur wenn sie gehört wird, können wir gemeinsam unsere Zukunft gestalten

Kommentar absenden

Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *