Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Gedenkakt

Holocaust-Gedenktag in Tschechien

30. Januar 2017 in Gegen Rechts, Unterwegs | Keine Kommentare

In Theresienstadt: VertreterInnen aller Landtagsfraktionen. | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

Eine Delegation des Bayerischen Landtags hat vergangenen Freitag gemeinsam mit dem Parlament Tschechiens und den lokalen Jüdischen Gemeinden den Verfolgten, Gequälten und Toten des Nazi-Terrors gedacht. Anlass war der Internationale Holocaust-Gedenktag und der 20. Jahrestag der “deutsch-tschechische Erklärung”, die einen Neustart für die Beziehung der beiden Länder darstellte.

Versöhnung und Gedenken

Leitmeritz | © Bildarchiv Bayerischer Landtag

So hat die Stiftung Bayerische Gedenkstätten und der Bayerische Landtag gemeinsam mit tschechischen VertreterInnen ein Zeichen für Versöhnung und europäische Zusammenarbeit gesetzt, zunächst im Parlament in Prag.

Am Nachmittag haben wir in Leitmeritz, dem größten Außenlager des KZ Flossenbürg, Kränze für die knapp 4.500 Menschen niedergelegt, die dort gestorben sind. Insgesamt wurden fast 18.000 Menschen als Zwangsarbeiter in Leitmeritz ausgebeutet um Rüstungsgüter herzustellen.

Gemeinsames Gedenken in Theresienstadt

Anschließend besuchten wir das ehemaligen Ghetto und Konzentrationslager Theresienstadt und haben dort ebenfalls Kränze niedergelegt. Auch nach über 70 Jahren nach der Befreiung der Konzentrationslager ist der regelmäßige Blick zurück auf die Verbrechen, die damals dort geschehen sind, unerlässlich. Wir sind es den Opfern schuldig, uns gemeinsam zu erinnern!

Nie wieder!

Mir ist das Gedenken sehr nah gegangen. Wir müssen verhindern, dass so etwas je wieder passieren kann. Dieser Ausspruch muss unser Auftrag sein. Wie hat es Max Mannheimer so treffend formuliert: “Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.”

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