Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Blue Freedom

Ein Wasserkraftwerk für den Rucksack

1. Juli 2017 in Unterwegs | Keine Kommentare

Am Anfang war der Traum, ein eigenes Wasserkraftwerk zu betreiben. Und diesen Wunsch hat sich Benedikt Schröder erfüllt. Allerdings ganz anders als man erwartet. Der ehemalige Unternehmensberater hat 2013 die Blue Freedom GmbH gegründet und gemeinsam mit seinem Team das kleinste Wasserkraftwerk der Welt entwickelt. Es wiegt nur 700 Gramm.

Kleinkraftwerke für alle

So klein kann ein Wasserkraftwerk sein!

Interessant ist das zunächst für Outdoor-Begeisterte, die auf längeren Touren das Handy oder die Digitalkamera aufladen wollen. Aber die Einsatzmöglichkeiten sind weit vielfältiger. Vor allem in Entwicklungsländern, in denen es vielerorts kein öffentliches Stromnetz gibt, kann das kleine Kraftwerk Wunder bewirken. Ebenso in Krisengebieten oder während Katastropheneinsätzen, bei denen eine autarke Stromversorgung für Kommunikationsgeräte unerlässlich ist.

Zuständig für die technische Entwicklung ist Thomas Kopp, der in den Geschäftsräumen in Dießen am Ammersee bereits an größeren Wasserkraftwerken arbeitet, die mehrere Haushalte mit Strom versorgen sollen. Für ihn müssen alle Kraftwerke gleich welcher Größe drei essenzielle Vorgaben erfüllen: keine Baumaßnahmen am oder im Gewässer, Inbetriebnahme ohne aufwendige Installation und eine größtmögliche Fischfreundlichkeit. Die komplette Produktplaette und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von Blue Freedom.

Innovationen unterstützen

Ich war bei meinem Besuch der Blue Freedom GmbH begeistert, wie das Team um Benedikt Schröder aus einer eigentlich einfachen Idee ein kleines Unternehmen aufgezogen hat. Ich will mich dafür einsetzen, manche unnötigen Hürden – hier etwa bei der Genehmigungspraxis – abzubauen. Kurios ist es außerdem, dass das Unternehmen mit seinem Businessplan zwar den vom Land ausgeschriebenen BayStartup-Preis unter 350 Start-Ups als Gesamtsieger gewonnen hat, die CSU-Regierung sich aber nicht in der Lage sieht, diesen Businessplan im Rahmen der üblichen Förderung zu unterstützen. Somit laufen wir Gefahr, dass großartige Innovationen bald nicht mehr in unserem Land produzieren werden.

Insgesamt waren wir uns einig, dass es in Bayern eine mutigere Unterstützung für Start-Ups braucht und mehr Mittel und Vertrauen in innovative Entwicklungen von mutigen Menschen gesteckt werden sollte.

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