Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Regensburg

CampusAsyl: für Menschen in Not

30. Juni 2017 in Unterwegs | Keine Kommentare

Im November 2014 gründete sich an den beiden Regensburger Unis die Initiative CampusAsyl. Studierende nahmen sich dem Thema Asylpolitik und Integration an – und zwar erfolgreich!

Campus Asyl – gemeinsam für bessere Integration

Verein mit viel Wirkung

Sie gründeten einen Verein und sind mittlerweile rund 300 Freiwillige, die in 18 Projekten das Leben der Menschen vor Ort konkret besser machen. Von der Organisation der Kleiderkammer in der Erstaufnahmeeinrichtung über Unimentoring bis zur Koordination von Helferkreisen in Gemeinschaftsunterkünften ist alles dabei.

Ich habe mich zusammen mit der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Stadtrat, Margit Kunc und der Stadträtin und Kreisvorsitzenden Maria Simon, mit dem Geschäftsführer von CampusAsyl Björn Reschke, der Bildungsreferentin des Vereins Angelika Frey, Vorstandsmitglied Mirjam Dettling, und der Bundesfreiwilligendienstlerin des Vereins Marrya Alhanna am 6. Juni 2017 in Regensburg getroffen.

Tolle Arbeit mit Blick auf die Zukunft

Ich bin tief beeindruck von deren großartigen Engagement. Man muss sich das mal vorstellen – aus dem Nichts so ein Verein auf die Beine stellen, eine Geschäftsstelle einrichten und 300 Freiwillige koordinieren, den Geflüchteten helfen und ständig sich um neue Spenden bemühen, damit man die wichtige Arbeit machen kann! Das ist wunderbar, vielen Dank euch für eure tolle Arbeit!

Wir haben aber nicht nur über die Geschichte des Vereins gesprochen, sondern auch in die Zukunft geblickt. CampusAsyl möchte noch stärker im Bereich Integration aktiv werden, indem Begegnungen ermöglicht werden und das Engagement gestärkt wird. Besonders interessant fand ich auch den Ansatz eine enge wissenschaftliche Begleitung der ganzen Freiwilligenarbeit zu institutionalisieren. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind auch für PolitikerInnen sehr wichtig, damit man auf dieser Grundlage auch politische Entscheidungen treffen kann. Darüber hinaus ist CampusAsyl an einer engen Vernetzung mit den anderen Akteuren in der Geflüchtetenarbeit sehr interessiert – denn nur gemeinsam ist man stark!

Gemeinsam für eine bessere Welt

Das starke Team von Campus Asyl

Im Rahmen unseres Gesprächs wurde auch deutlich: Es hängt so viel von den politischen Rahmenbedingungen ab. In Regensburg hat die rot-grüne Stadtregierung von Anfang an die Arbeit der Ehrenamtlichen im Rahmen der Geflüchtetenhilfe unterstützt und proaktiv begleitet. Das ist viel Wert, so hat sich ein gutes Stadtklima für Willkommenskultur, Solidarität, Vielfalt und ein Miteinander gebildet.

Die CSU-Regierung auf Landesebene lässt so eine klare Haltung leider vermissen: Viele Regelungen und Verordnungen, die auf Landesebene getroffen werden, sind unklar und verunsichern anstatt zu helfen. Ein Beispiel ist die mittlerweile berühmt berüchtigte 3+2 Regelung. Arbeitgeber und Geflüchtete wollen zusammen eine Ausbildung bestreiten und von der Seite der Behörden werden unterschiedliche Signale gesendet. So geht keine zielführende Asylpolitik! Diese harte Gangart legt auch den Ehrenamtlichen Steine in den Weg und macht ihre Arbeit nicht einfacher. Dennoch waren sich alle einig: der Weg wird weitergegangen, gemeinsam kämpfen sie für eine bessere Welt!

Falls Sie also in Regensburg wohnen: schauen Sie doch mal bei CampusAsyl vorbei und packen Sie mit an! Hier die Website, der Facebook-Auftritt und der Kontakt per E-Mail zu CampusAsyl. Sie haben wenig Zeit? Dann darf man auch ein paar Euro für die gute Sache da lassen. Hier finden Sie alle Informationen über eine Spende an CampusAsyl.

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