Katharina Schulze

Grüne Spitzenkandidatin

In München unterwegs

Besuch: „Lebensplätze für Frauen“

9. August 2012 in Unterwegs | Keine Kommentare

„Lebensplätze für Frauen“ – das war die Einrichtung, die Jutta Koller, Stadträtin, Doris Wagner, Frauenreferentin der Bayerischen Grünen, Bianca Hegmann, Beisitzerin im OV Nord, Bärbel Röhner, Gründerin „Verein gegen Altersarmut e.V.“, Ursula Krusche und ich am Donnerstag, 2.8.2012 besucht haben. In dem Haus können wohnungslose Frauen dauerhaft zur Ruhe kommen und falls sie möchten Beratung in Anspruch nehmen.

Gruppenfoto vor den "Lebensplätze für Frauen"

Gruppenfoto vor den „Lebensplätze für Frauen“

Wir saßen zusammen mit Verena Graf, Leiterin der Einrichtung und Renate Frey, Bereichsleiterin der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe Frauen, die uns einen guten Überblick über das einzigartige Projekt in Deutschland gaben:

25 Frauen, die bisher in verschiedensten Einrichtungen der Münchner Wohnungslosenhilfe keine dauerhafte Bleibe gefunden haben, bekommen so die Möglichkeit, ein Heimatgefühl zu entwickeln und ihren eigenen „Lebensplatz“ zu gestalten. Üblicherweise ist die Verweildauer in einer Einrichtung der Wohnungslosenhilfe auf zwischen sechs Wochen und sechs Monaten beschränkt. Einige Einrichtungen bieten einen Platz für max. zwei Jahre an.

Die Idee für langjährig wohnungslose Frauen eine dauerhafte Wohnmöglichkeit in einem eigenen Apartment außerhalb der üblichen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe zu schaffen ist einmalig in Deutschland! Die hauptsächliche Zielgruppe dieser Einrichtung sind ältere Frauen über 50 Jahre, die seit Jahren der Wohnungslosenhilfe bekannt sind. Die „Lebensplätze für Frauen“ sind absichtlich sehr niedrigschwellig angelegt, sprich die Frauen müssen nicht bestimmte Beratungsangebote annehmen, um kurzzeitig ein Dach über den Kopf zu bekommen. In der Einrichtung wird das Prinzip umgekehrt: Erst dauerhaft ein Dach über den Kopf und dann – falls gewünscht – können sich die Frauen vor Ort beraten lassen, sei es zum Thema Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II etc.

Das Haus ist hell, freundlich und sehr liebenswert gestaltet, mit Gemeinschaftsräumen in denen die Frauen untereinander Kontakte knüpfen können, falls sie das möchten. Nach dem interessanten Gespräch, bei dem wir uns auch über weitere Unterstützungsmöglichkeiten der Politik, unterhalten hatten, durften wir uns das Haus näher ansehen. Besonders gut gefallen hat mir der Garten, bei dem einige Bewohnerinnen schon ein eigenes Gemüsebeet angelegt hatten.

Fazit: „Lebensplätze für Frauen“ ist ein Projekt, das selbstständiges, würdiges Wohnen und Leben, unterstützt durch ein offenes, motivierendes Angebot sozialpädagogischer Beziehungsarbeit ermöglicht – eine sehr gute Sache!

 

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