Katharina Schulze

im bayerischen Landtag

Schwaben-Nord

Auf Nachtschicht mit der Polizei

24. Januar 2017 in Innenpolitik, Unterwegs | Keine Kommentare

Nachtschicht-Team: Hr. Lidl und Hr. Übersohn (PP Schwaben-Nord) mit mir

Bereits zum vierten Mal war ich auf Nachtschicht im Streifenwagen unterwegs. Mir macht das total Spaß, weil ich so den Alltag unserer PolizistInnen kennenlerne. Ich habe großen Respekt davor, mit welch anstrengenden und belastenden Fällen sich unsere Polizei auseinandersetzen muss! Das hab ich erst wieder bei meiner Nachtschicht in Augsburg für mich mitgenommen.

Schichtdienst und lange Wege

Um 19.15 Uhr am letzten Samstag hat meine Schicht begonnen, um 5.15 Uhr morgens am Sonntag war sie vorbei. Aber mit genug Spezi und Schokolade ließ es sich gut aushalten, wir hatten ja auch ständig was zu tun. Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord ist zuständig für eine große Fläche (4.000 Quadratkilometer) und knapp 900.000 EinwohnerInnen.

Für mich war es total interessant mit Außendienstleiter Lidl und seinem Mitarbeiter, Herrn Übersohn, mitzufahren, weil ich bisher nur in Städten die Polizeiarbeit live mitverfolgen durfte. Das Polizeipräsidium Schwaben-Nord – und somit auch der Außendienstleiter – ist nicht nur für die Stadt Augsburg, sondern auch für die umliegenden Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen und Donau-Ries zuständig. Da kann dann die Anfahrt zu einem Einsatz schon mal länger dauern, selbst wenn der Fahrer Gas gibt. Mit Herrn Lidl und Herrn Übersohn hab ich einiges erlebt, wie z.B.:

Einbruchversuch gestoppt

In Oberhausen (Augsburg) konnte ein Einbrecher in ein Gartenhaus auf frischer Tat ertappt werden. Ein aufmerksamer Zeuge hatte ihn dabei beobachtet, wie er die Tür des Gartenhauses aufbrach und mit einer Taschenlampe herumleuchtete.

Bei Eintreffen der Polizeistreife flüchtete der Täter und konnte kurz darauf festgenommen werden. Zunächst hat der Einbrecher falsche Angaben zu seiner Person gemacht, später konnte seine Identität festgestellt werden. Es handelte sich um einen 34-Jährigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland.

Betrunkenen Menschen und den Sanitätern geholfen

Wir hatten auch einige Einsätze bezüglich Trunkenheit. Besonders schockierend fand ich, dass Rettungskräfte bei ihren Einsätzen die Polizei angefordern mussten, denn sie wurden an ihrer Arbeit gehindert bzw. bedroht. Die (oft ehrenamtlichen) Rettungskräfte gehören selbstverständlich geschützt und so ein Verhalten ist indiskutabel. Dieses Thema debattieren wir auch oft im Innenausschuss.


Herzlichen Dank an das Polizeipräsidium Schwaben-Nord für den Einblick in die Polizeiarbeit! Hat großen Spaß gemacht und ich freu mich schon auf meine nächste Schicht!

 

 

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